Die Qualifying-Performance ist 2025 in der Formel 1 das große Sorgenkind von Nico Hülkenberg. Der WM-Zehnte schaffte es in diesem Jahr noch nie ins Q3 und flog nun bei fünf der letzten sieben F1-Qualifikationen schon in Q1 raus. Und das alles während sein Teamkollege Gabriel Bortoleto regelmäßig im entscheidenden Abschnitt mitmischt.

In Baku setzte sich die Misere des Sauber-Piloten weiter fort. Er kam im ersten Qualifying-Segment nicht über die 17. Position hinaus. Auf eine Serie an roten Flaggen, die die Session verzögerten, wollte er sich nicht rausreden. Kann er auch kaum, denn für eine davon war er selbst verantwortlich.

Nico Hülkenberg von Qualifying-Problem überrascht: Hatte keine Runde ohne

Stattdessen zeigte sich Hülkenberg sehr selbstkritisch: "Mit den roten Flaggen war der Plan ohnehin futsch. Aber ich muss das Beste daraus machen und ich habe keine guten Runden produziert", nahm sich der Emmericher selbst in die Pflicht.

"Ich habe nicht geliefert, was ich sollte", bilanzierte Hülkenberg. Dabei habe sich sein Auto in den Trainingssessions gut angefühlt, doch im Qualifying trat plötzlich eine Schwierigkeit auf, die bis dahin noch kaum Schwierigkeiten gemacht hatte. "In Q1 hatte ich mit blockierenden Vorderreifen viel mehr zu kämpfen als in anderen Sessions. Ich hatte keine Runde, ohne dass irgendwo die Vorderreifen blockiert hätten", ärgerte er sich.

Diese Probleme kulminierten in einem Verbremser in Kurve 4. Dort blockierten Hülkenbergs Vorderreifen und er versuchte sich zu spät in den Notausgang zu retten. Das Resultat: Ein frontaler Einschlag in die Tecpro-Barriere, bei dem sein Frontflügel abbrach. "Das kostet viel. Es kostet vor allem viel Rhythmus", kommentierte der F1-Routinier diesen Vorfall im ORF-Interview und wiederholte seine Selbstkritik: "Kein sauberes Qualifying von meiner Seite, von daher nicht gut."

Laut Informationen von Motorsport-Magazin.com war bei dem Einschlag nicht nur der Frontflügel gebrochen, sondern es gab auch weitere Schäden am C45. Es ist allerdings nicht bekannt, wie gravierend diese waren.

Gabriel Bortoleto baut Qualifying-Serie aus: Sauber-Duell wieder gewonnen

Schützend muss man Nico Hülkenberg zugestehen, dass er bei weitem nicht der einzige Fahrer war, der im Baku-Qualifying Probleme hatte. Die teils starken Windböen machten einige Passagen zu einem Ritt auf der Rasierklinge, vor allem in Kurve 4. So baute sich dort etwa Franco Colapinto am Ende von Q1 in die Wand ein, just während sein Alpine-Teamkollege Pierre Gasly gerade in der Auslaufzone stand. Wie für Hülkenberg war es für beide in Q1 vorbei, genauso wie für Alex Albon - ein weiterer Crashpilot das Qualifyings.

Hülkenbergs Sauber-Teamkollege Gabriel Bortoleto schaffte es immerhin in Q2. Dort endete allerdings die Reise im Aserbaidschan-Qualifying für den Brasilianer auf Platz 13. Nichtsdestotrotz setzte er damit seine Serie fort: Seit dem Kanada-GP ist er im teaminternen Duell gegen Hülkenberg ungeschlagen.

Noch vor dem Baku-Wochenende hatte Sauber-Teamchef Jonathan Wheatley Nico Hülkenberg nach dessen jüngster Qualifying-Pleitenserie in Schutz genommen. Das sagte der ehemalige Red-Bull-Mann: