Nur noch wenige Monate trennen die Formel 1 vom ersten Auftritt von Audi. Das F1-Projekt des deutschen Autobauers, der 2026 mit Sauber als Werksteam in die Königsklasse einsteigt, bekommt in dieser finalen Phase den letzten Feinschliff in Form der Bekanntgabe der offiziellen Sponsoren und Partner.

Nachdem Ende Juli das Fintech-Unternehmen Revolut als Titelpartner bekanntgegeben wurde, steht nun auch der offizielle Kleidungsausstatter von Audis Formel-1-Team fest. Dabei handelt es sich um niemand geringeren als Adidas. Das wurde am Mittwochvormittag in einer Aussendung bekanntgegeben.

Zweites Formel-1-Team für Adidas: Audi folgt auf Mercedes

Demnach ist der deutsche Sportartikel- und Bekleidungshersteller gleich bei zwei Formel-1-Teams zentral mit an Bord. Denn seit Anfang 2025 ist Adidas auch der offizielle Kleidungspartner von Mercedes. Im Falle der Brackley-Truppe war von einem mehrjährigen Deal die Rede, der damit auch bis in die neue Regelgeneration reicht, die nächstes Jahr beginnt.

Auch im Falle von Audi-Sauber handelt es sich um eine mehrjährige Partnerschaft, deren genaue Laufzeit nicht kommuniziert wurde. Im Fahrerlager machten schon seit Monaten Gerüchte über eine potenzielle Partnerschaft zwischen Audi und der Marke aus Herzogenaurach die Runde. Wie viel der Deal dem neu strukturierten Werksteam einbringt, ist nicht bekannt.

Wie im PR-Jargon von Partner-Bekanntgaben üblich, ist die Rede davon, dass die Zusammenarbeit auch weit über die Rolle als Sponsor hinausgehen soll. Im Rahmen der Partnerschaft sollen nicht nur die Teammitglieder und Mechaniker mit je nach Position funktionaler Kleidung ausgestattet werden. Der Plan sieht auch vor, vor dem Beginn der Formel-1-Saison 2026 eine Kleidungskollektion auf den Markt zu bringen.

Visual mit einem schwarzen Helm vor einem grauen Hintergrund mit den Logos von Audi und Adidas
Adidas spannt sich in der Formel 1 mit Audi zusammen, Foto: Audi F1 Project / Sauber

Diese soll laut der marketingmäßig aufpolierten Eigenbeschreibung "darauf abzielen, stilvolle Designs, die durch Klarheit und Präzision beeindrucken, mit modernster Technologie zu kombinieren." Wie prominent das Logo von Adidas auf dem noch namenlosen ersten Formel-1-Boliden von Audi-Sauber vorkommt, ist noch nicht bekannt.

Audi und Adidas machen gemeinsame Sache: Das sagen Teamchef und Co.

Der jetzige Sauber- und zukünftige Audi-Teamchef Jonathan Wheatley wurde bei der Bekanntgabe folgendermaßen zitiert: "Diese Partnerschaft vereint zwei ikonische Marken - die vier Ringe und die drei Streifen - auf einer globalen Bühne und stellt einen mutigen Schritt vorwärts auf unserem Weg zur Rennstrecke als Audi F1 Team dar."

Adidas-CEO Bjørn Gulden kam folgendermaßen zu Wort: "Im Rahmen unseres kontinuierlichen Engagements für die Formel 1 unterstreicht diese Partnerschaft unseren Fokus auf die Zusammenarbeit mit Marken, die auf gemeinsamen Überzeugungen und innovativen Perspektiven basieren, sowohl auf als auch abseits der Rennstrecke."

Neben dem Teamleiter und dem Adidas-CEO kam auch Audis Vorstandsvorsitzender Gernot Döllner in der Bekanntgabe zu Wort. Er sagte: "Unsere Partnerschaft in der Formel 1 geht weit über das Streben nach Innovation und Spitzenleistungen hinaus: Sie vereint die Stärken und Visionen zweier fortschrittlicher Marken. Die Tatsache, dass wir gemeinsam mit Adidas den Einstieg unserer Marke in die Königsklasse des Motorsports gestalten, unterstreicht das große Vertrauen und die Wertschätzung, die wir für unsere Zusammenarbeit empfinden."

Die ersten Testfahrten für Audis Formel-1-Projekt rücken unaufhörlich näher. Die Erwartungshaltung für die ersten Gehversuche der VW-Marke in der Formel 1 werden bewusst niedrig gehalten. Was können wir uns realistisch davon erhoffen? Das debattierten wir in einem Video:

Formel 1: Hat sich Audi übernommen? Jetzt zählt nur Geduld! (07:49 Min.)