Die aktive Karriere von Daniel Ricciardo in der Formel 1 und im Motorsport ist vorbei. Und mit dem Ende bemüht sich Ricciardo jetzt gerade auch, ein Erinnerungsstück an seine Red-Bull-Zeiten loszuwerden. Allerdings nicht bloß irgendein Teil - nein, es handelt sich um einen Schätzungen zufolge bis zu 2,8 Millionen teuren, von Ex-Red-Bull-Designer konzipierten und von Ricciardo persönlich konfigurierten Aston Martin Valkyrie.
Der auf 150 Stück beschränkte Supersportwagen war ursprünglich zu Zeiten der Partnerschaft zwischen Aston Martin und Red Bull konzipiert worden. Der Auto-Hersteller hatte 2016 mit dem F1-Team zusammengespannt, auch um dem abseits der Königsklasse nach neuen Herausforderungen suchenden legendären Chefdesigner Adrian Newey die Chance zu geben, das Auto seiner Träume zu bauen.
Newey konzipierte ein Hypercar mit dem Ziel von 1.000 PS bei 1.000 Kilogramm, mit aktiver Aerodynamik und einem V12-Hybrid-Motor. Das ambitionierte Projekt zwischen Aston Martin und Red Bull Advanced Technologies verzögerte sich jedoch zunehmend. Erst war 2018 als Termin anvisiert worden, letztendlich wurde erst ab 2020 ausgeliefert.
Daniel Ricciardo trennt sich von kaum benutztem Aston Martin Valkyrie
Ricciardo hatte die Anfänge des Projektes aus nächster Nähe miterlebt. Bis einschließlich 2018 war er noch Stammfahrer bei Red Bull an der Seite von Max Verstappen und bewegte Neweys F1-Produkte schon auf der Rennstrecke. Wenig überraschend griff er da schon ganz zu Beginn des Projektes zu und bestellte sich auch einen Aston Martin Valkyrie.
Ende 2017 äußerte Ricciardo noch die Hoffnung, auch bei der Entwicklung des Autos mitzuwirken. Letztendlich hielt seine Beziehung mit Red Bull nicht lange genug. Nach 2018 verließ er das Team, ging erst zu Renault, dann zu McLaren. Dort erlebte er über zwei Jahre an der Seite von Lando Norris einen fatalen Leistungs-Absturz. Es folgte noch ein kurzes Comeback im kleinen Red-Bull-Team der Racing Bulls, ehe Ricciardo dort 2024 ersetzt wurde und danach seine Karriere beendete.




Nichtsdestotrotz hat Ricciardos 2023 ausgelieferter Valkyrie, Chassis 089, seine Handschrift. Lackiert in "Badger Blue", einem Blau-Grau benannt nach Ricciardos Spitznamen "Honey Badger", besitzt die Ricciardo-Version praktisch alles, was je für das Auto angeboten wurde, wie Magnesium-Performance-Räder und Extra-Karbon-Hardware im Innenraum.
Bewegt wurde Chassis 089 bislang nur 160 Kilometer. Entsprechend hoch ist der erwartete Preis für das Auto, welches von Broad Arrow Auctions im Rahmen der Zoute Grand Prix Car Week vom 11. bis 12. Oktober in Belgien versteigert werden wird. Geschätzt wird das Modell auf 2,4 bis 2,8 Millionen Euro.



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