Auch mit fast dreiwöchigem Nachlauf hängt dem Formel-1-Rennen in Silverstone der Beigeschmack an, dass Oscar Piastri, der eine Zeitstrafe erhalten hatte, allein aufgrund seiner Leistung ganz oben auf dem Siegertreppchen hätte stehen müssen. Piastri selbst blieb seiner Meinung vom Rennsonntag in Silverstone treu. Damals wie heute schätzt er sein Bremsmanöver während der Safety-Car-Phase nicht als "strafwürdig" ein.

"Für mich war es ein Manöver, das ich einige Male vorher gemacht hatte, aber auch andere Fahrer haben es mit der gleichen Absicht in der Vergangenheit gemacht", erklärte der WM-Führende, der durch die Strafe seinen sechsten Saisonsieg verpasste. Sein Fazit nach der Aufarbeitung: "Es gab auf beiden Seiten viel zu lernen."

Der 24-Jährige möchte die Situation nicht noch einmal aufkochen lassen und richtet den Blick vielmehr nach vorn. "Wenn es [Bremsmanöver; d. Red.] bestraft werden muss, dann ist es jetzt in Ordnung. Das weiß ich für die Zukunft. Aber natürlich war ich frustriert unmittelbar nach dem Rennen", meinte der McLaren-Pilot.

Oscar Piastri zieht seine Lehren aus Silverstone-Strafe

Oscar Piastri führt im McLaren hinter dem Safety Car das Rennen an
Oscar Piastri will beim Safety-Car-Ende zukünftig nicht mehr so stark bremsen, Foto: IMAGO / NurPhoto

Die Auswertung der Geometriedaten offenbarte, dass Piastris Bremsmanöver etwa mit dem eines George Russell in Kanada nicht zu vergleichen war. "Es gab Diskussionen mit der FIA und beiden Seiten zogen ihren Lehren daraus, wie man mit der Situation hätte anders umgehen können", verriet Piastri.

Für ihn steht fest: Nächstes Mal wird er nicht mehr so hart bremsen. Doch das ist nicht alles, was Piastri nach den Bremsmanöver-Diskussionen für sich behält. "Es ist auch etwas klarer geworden, wo die Grenze zwischen erlaubt und verboten verläuft. Ich werde daher nicht mehr so stark bremsen", stellte Piastri klar.

Max Verstappen musste in Silverstone der Piastri-Bremsung ausweichen. In Spa sprach der Niederländer nun über seine Rolle bei der Entlassung von Teamchef Christian Horner. Mehr darüber verrät euch Christian hier im Video:

Verstappen enthüllt: Spielte keine Rolle bei Horner-Aus! (09:11 Min.)