"Als ich bei Red Bull Racing unterschrieben habe, sagte mir das Team, dass ich künftig mehr Zeit in Flugzeugen als zuhause verbringen werde. Daher muss ich die Frage mit 'Ja' beantworten: Red Bull hat mir tatsächlich Flügel verliehen", lacht Robert Doornbos in einem Interview mit den britischen Medien. Dem "fliegenden Holländer" geht es gut. Seitdem er im Dezember erstmals für RBR getestet hat, war Doornbos viel unterwegs: Werksbesuch in Milton Keynes, der Shakedown des neuen RB2-Ferrari in Silverstone, dem Doornbos beiwohnte und schließlich ein Besuch im Salzburger Hangar 7, zum so genannten "Love-In"...

Wer die Weihnachtsfeiertage in Villars verbrachte, an dem könnte Robert Doornbos mit seinem Snowboard vorbeigeflitzt sein - der RBR-Tester verbrachte dort die Festtage mit Familie und Freunden, und er fand auch noch ein wenig Zeit zum Relaxen. Am 1. Januar jedoch wurde das Snowboard in die Ecke gestellt - angesagt war: "Ein bisschen seriöses Training. Anstatt die Pisten runter zu flitzen, kletterte ich zu Fuß den Berg empor. Außerdem habe ich die Zeit mit Schwimmen und Laufen verbracht."

Weil im neuen RB2 der ECU und der Kabelbaum an einer anderen Position untergebracht wurden und Doornbos mit seinen 1,82 Metern doch ein Großer ist, musste er in Milton Keynes einen neuen Sitz anpassen lassen. Doornbos erklärt: "Es ist immer ein bisschen schwierig für mich, die richtige Sitzposition zu finden - aber ich denke, wir haben eine gute Lösung gefunden. Ich bevorzuge es, so im Auto zu sitzen, dass ich die Oberfläche der Reifen sehen kann."

Im Januar ist der Terminkalender von Robert Doornbos prall angefüllt: Gemeinsam mit dem Red Bull Racing-Team gilt es in Birmingham einen Auftritt bei der großen "Autosport International Show" zu bewältigen. "Dort werden wir Interviews geben, mit Gokarts unseren Spaß haben und uns natürlich den Fans widmen." Eine Woche später wird Doornbos beim legendären Charity-Skirennen in Kitzbühel dabei sein. "Diesmal werden sowohl Red Bull Racing als auch die Scuderia Toro Rosso dabei sein. Ich werde also mit David Coulthard, Christian Klien und Teamchef Christian Horner ein Team bilden", freut sich Doornbos auf den Event. Ende Januar steht auch noch sein erstes großes Fanklubtreffen bevor, dieses werde "voller Spaß und Action" sein, verspricht der Holländer.

Schon in der nächsten Woche werden David Coulthard und Christian Klien in Jerez den neuen Red Bull-Ferrari RB2 schärfen. Robert Doornbos wird erst am 24. Januar, bei den Tests in Barcelona, wieder ins Auto steigen. "Da wir nur noch mit dem neuen Wagen fahren werden, wird das meine erste Erfahrung mit dem neuen Chassis und dem Ferrari-Motor sein. David erzählte mir, dass der Neue ein 'sexy Thing' sein soll - ich kann es gar nicht mehr erwarten, wieder zu testen", jubelt Doornbos.