Zweite Nullnummer im dritten Rennen. Nun steht Bahrain vor der Tür, doch wird es für Sauber besser laufen als bei den Wintertests in Bahrain? Seit dem dreitägigen Test auf dem Bahrain International Circuit hat der Rennstall bereits Upgrades am Frontflügel, am Unterboden und den Seitenkästen des C45 vorgenommen. "Wir haben seit den Tests viel gelernt. Einige Probleme, die wir damals hatten, haben wir behoben", betonte Nico Hülkenberg.

Besser als Ergebnisse zeigen

Mit Blick auf die Entwicklung zum Vorjahr sieht Sauber durchaus besser aus, als man nach dem Test befürchtet hatte. Der neue Frontflügel und die Anpassungen am Bodywork waren ein Schritt in die richtige Richtung und auch Hülkenberg betont: "Wir haben Q2-Material. Wir sind irgendwo da, aber das Feld ist einfach sehr dicht." In Japan verpasste er mit einer Q1-Zeit von 1:28,570 Minuten um zwei Zehntel den Sprung ins zweite Qualifying-Segment. Wie der Große Preis von Japan selbst, verlief auch Hülkenbergs Rennen ereignislos.

Nach 53 Runden überquerte er die Ziellinie auf der exakt gleichen Position, auf der er das Rennen begonnen hatte. "Das war öde", lautete die ernüchternde Bilanz des Deutschen. „Es macht nicht so viel Spaß, sich rundenlang den Heckflügel und das DRS von jemand anderen anzusehen." Der Sauber-Pilot steckte in einer Gruppe von fünf Autos fest, die innerhalb von 2,6 Sekunden lagen. Nicht nur Hülkenberg stieg nach dem Rennen in Suzuka gelangweilt aus dem Auto. Mercedes-Pilot George Russell sah vor allem Handlungsbedarf bei Pirelli.

Nach drei F1-Rennen: Hülkenberg sieht Handlungsbedarf

"Für alle kommenden Rennen mit glattem Asphalt müssen wir einen Schritt weicher gehen, um Racing und Strategie zu helfen", forderte der Mercedes-Pilot. Für Sauber würde eine geänderte Reifenstrategie kaum Auswirkungen auf die Performance haben. So sieht auch Hülkenberg den Handlungsbedarf bei sich und seinem Team. Vor allem auf schnellen Rundkursen wie dem Suzuka International Racing Circuit sei der C45 verbesserungswürdig. "Wir brauchen mehr Harmonie, mehr Balance. Es ist definitiv noch einiges zu tun", stellte der 37-Jährige klar.

Beat Zehnder und Sauber-Teamchef Jonathan Wheatley in Japan
Beat Zehnder und Jonathan Wheatley, Foto: IMAGO / NurPhoto

Neo-Teamchef Jonathan Wheatley zog nach seinem ersten Grand Prix in seiner neuen Funktion ein vorsichtig optimistisches Fazit. „Dieses Rennen hat viele positive Aspekte. Trotz eines unglücklichen Starts von Gabriel hat er im Laufe des Rennens an Geschwindigkeit gewonnen und zusammen mit Nico konnten beide Autos mit dem unteren Mittelfeld mithalten“, meinte der Brite. Wheatley, einer von vielen hochkarätigen Abgängen bei Red Bull, saß in Suzuka das erste Mal als Teamchef am Sauber-Kommandostand.

Er räumte hingegen nach 37 Jahren Dienstzeit und über 500 Formel-1-Rennen seinen Platz am Kommandostand: Beat Zehnder. Für ihn ist die neue Situation vor allem eine Erfreuliche: "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Jonathan. Er ist definitiv ein Typ, der ein Team leiten kann." Lies mehr über das Ende einer Ära bei Sauber.

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