Nach eher enttäuschender Pace in China knüpft Ferrari in Japan genau dort an. Das Team aus Maranello ist auf Mercedes-Niveau. Auf McLaren und Max Verstappen fehlt noch einiges. Doch mehr Pace scheint aktuell nicht im Ferrari SF-25 zu stecken. Die Hoffnung bei Charles Leclerc und Lewis Hamilton liegt auf den späteren Saisonrennen.

Charles Leclerc: Es ist nicht mehr im F1-Auto

Charles Leclerc kämpfte das gesamte Rennen mit George Russell. Richtig abschütteln konnte er den Mercedes hinter ihm nie. 1,3 Sekunden trennten die beiden. Kimi Antonelli lauerte direkt hinter Russell. Die Spitze der Formel 1 war außer Sichtweite.

"Ich denke, das hier ist die Basis. Es ist nicht viel mehr im Auto als das, was wir gezeigt haben. Das ist, wo wir sind", so Leclerc. Damit fehlen Ferrari über eine Renndistanz satte 16 Sekunden auf die Spitze. Möglicherweise sogar mehr, da McLaren im Vergleich zu Verstappen eine eigentlich etwas schnellere Pace hatte.

Doch besondere Probleme, die es zu beheben gilt, findet Leclerc nicht. "Die Balance war gut, aber es gibt einfach nicht genug Performance im Auto. Der erste Sektor war vielleicht etwas schwächer, aber da kann ich nur darüber berichten, was ich mit meinen Augen gesehen habe. Das kann bei diesen Geschwindigkeiten aber manchmal etwas verwirrend sein", so Leclerc.

Isack Hadjar im Racing Bull vor Lewis Hamilton im Ferrari
Lewis Hamilton musste sich erst an Isack Hadjar vorbeikämpfen, Foto: Getty Images / Red Bull Content Pool

Für Ferrari bleibt damit vorerst nur eins: "Aktuell müssen wir einfach die Punkte maximieren. Das haben wir gemacht und ich hoffe, dass wir später in der Saison besser kämpfen können. Ich habe viel über das Auto gelernt. Das ist das positive, so sehr wir auch enttäuscht sind mit diesem vierten Platz."

Lewis Hamilton: Das war ein hartes Rennen für uns

Für Lewis Hamilton war das Rennen noch schwieriger. Von Platz acht arbeitete sich der Rekordweltmeister zwar am Racing Bull von Isack Hadjar vorbei, doch danach war Schluss. Auf Kimi Antonelli fehlten am Ende über 10 Sekunden. Auf Leclerc 13.

"Wir hatten nicht die Pace, um die Top-3 zu attackieren. Daran müssen wir arbeiten. Ich bin mit einem Setup gefahren, mit dem ich mich wohl gefühlt habe, aber es hat mir einfach nicht alles gegeben, was ich gebraucht hätte", so Hamilton.

Für Ferrari steht damit erstmal Aufbauarbeit für die Pace des Autos an. Der WM-Titel rückt währenddessen in immer weitere Ferne.

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