Zum Auftakt der Formel 1-Wintertests war das mediale Interesse groß. Die Journalisten drängten sich jedoch nicht vor der Garage des Weltmeisters Max Verstappen, sondern vor der Ferrari-Box, wo sich Lewis Hamilton auf seinen Run vorbereitete. Ein symbolträchtiges Bild? Spätestens seit Red Bull mit einem fast identischen Auto bei den Wintertestfahrten in Bahrain aufgetaucht ist, melden sich die Skeptiker. Max Verstappen lässt sich von den Spekulationen nicht beirren. Er kennt das Spiel.
Am ersten Testtag in Bahrain spulte er 74 Runden ab. Sein Resümee: "Das Fahren hat Spaß gemacht, und das ist das Wichtigste." Am Freitag, dem letzten Testtag in Bahrain, wird der Niederländer wieder im RB21 Platz nehmen und wie Liam Lawson heute beide Sessions absolvieren. "Ich denke, das Team hat viel aus dem vergangenen Jahr gelernt. Wir haben die Erkenntnisse genutzt, um die Schwächen auszumerzen", erklärte Verstappen mit Blick auf die Baustellen des Vorjahresmodells.
Verstappen: Red Bull ist auf dem richtigen Weg
Auch wenn die äußeren Unterschiede zum Vorgänger gering sind, gab es beim RB21 einige technische Anpassungen, unter anderem beim Kühlsystem. Auch die Radaufhängung wurde überarbeitet. Verstappen sieht Red Bull auf dem richtigen Weg. "Im Vergleich zum Vorjahr haben wir überall zulegen können. Ich will aber nicht zu sehr ins Detail gehen. Ich denke, die Richtung, in die wir gehen, ist gut", sagte Verstappen im Rahmen der Fahrer-Pressekonferenz am zweiten Testtag. Statt auf die Konkurrenz zu blicken und Vergleiche anzustellen, konzentriert sich der 63-fache GP-Sieger auf sich und sein Gefühl im Auto.
"Es ist schwer zu sagen, wie unser Tempo aussieht, aber das Fahrverhalten war vorhersehbarer, und das ist natürlich etwas Positives", betont Verstappen, ohne die aktuelle Situation zu überbewerten. "Immerhin lief es auch im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt noch relativ gut", erinnert er sich an die Testfahrten 2024. "Für mich und das Team war letztes Jahr irgendwann klar, dass etwas nicht stimmte. Dann mussten natürlich einige Dinge angegangen werden – und deshalb hat sich auch einiges am Auto geändert."
Einen klaren Ausblick auf den Saisonstart in Australien vermeidet der vierfache Weltmeister, da sich der Albert Park zu stark vom Bahrain International Circuit unterscheidet. "In Australien erwartet uns eine ganz andere Strecke als hier. Wir werden sehen, wie es dann läuft", bleibt Verstappen gelassen.
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