"Nein, nein, nein, nein. Ich kann es nicht glauben. Wow", gab sich Nico Hülkenberg nach seinem Aus im Q2 fassungslos am Funk. Der Haas-Pilot wird den Großen Preis der USA von Startplatz 12 aus in Angriff nehmen. Kevin Magnussen auf der anderen Seite stellte seinen VF-24 zum vierten Mal in dieser Formel-1-Saison vor Hülkenberg.
"Das Auto hat sich im Qualifying okay angefühlt, aber leider waren meine Runden im Q2 nicht gut, nicht sauber", blickte der Deutsche auf einen seiner eher seltenen Qualifying-Fauxpas zurück. "Beide Male wurde ich in Kurve eins überrascht."
Knapp vier Zehntelsekunden soll der Mann aus Emmerich nach seinem leichten Ausrutscher zu Beginn seiner fliegenden Runde verloren haben. Am Ende fehlten ihm nur 0,070 Sekunden für den Einzug in das finale Qualifying-Segment. Rein rechnerisch wäre eine bessere Startpositionen also möglich gewesen.
"Wenn man dort [in Kurve 1] ins Rutschen kommt, verliert man viel Zeit. Das ist der Grund, warum ich im Q2 ausgeschieden bin," erklärte Hülkenberg die Probleme. "Das hat mir das Selbstbewusstsein genommen und ich habe meinen Rhythmus verloren. Die Leistung ist da, das war nicht das Problem."
Nachdem beide Haas-Piloten im Sprintrennen Punkte einfahren konnten, hält Hülkenberg an ebendiesem Hoffnungsschimmer für den Rennsonntag fest: "Heute Morgen lief es sehr positiv. Die Reifen haben sich gut angefühlt. Ich denke, wir haben den Speed und wir müssen uns nicht verstecken. Das stimmt mich für morgen optimistisch."
Kevin Magnussen vor Nico Hülkenberg: dennoch enttäuscht & frustriert
Trotz Q3, Startplatz neun und den ersten Erfahrungen mit dem Upgrade-Paket (bis zum Sprint fuhr der Däne noch mit dem alten Modell) war Kevin Magnussen mit seinem Samstagnachmittag nicht ganz zufrieden. Seine erste Runde war er auf gebrauchten Soft-Reifen gefahren. Was auf neuen Pneus möglich ist, konnte der Däne wegen einer von George Russell verursachten Gelbphase nicht herausfinden.
"Ich hatte eine fantastische Runde auf dem neuen Reifen, aber im letzten Sektor, als die gelbe Flagge geschwenkt wurde, mussten wir abbrechen, obwohl ich zwei Kurven vor Schluss noch drei oder vier Zehntel schneller war", erklärte der 32-Jährige seinen Frust. "Die Zeiten, die wir von Piastri gesehen haben, waren nicht unmöglich. Das nervt natürlich, aber so läuft es manchmal."
In der nächsten Saison wird Nico Hülkenberg nicht mehr für Haas an den Start gehen, sondern bei Audi zum Werksfahrer - so zumindest der Plan. Gehen die Ingolstädter wirklich den teuren Schritt in die Königsklasse, nachdem Mutterkonzern VW einen Sparkurs an angekündigt hat? Was unser Formel-1-Experte Christian Danner zu diesem Thema zu sagen hat, erfahrt ihr in unserem Video:



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