Viel schlimmer ging es eigentlich nicht mehr als das, was Lewis Hamilton am Samstag in Austin erlebte. So groß waren die Hoffnungen gewesen. Extra hatte Mercedes schon in Baku eine Motorenstrafe genommen, um die beim USA-GP zu vermeiden und dort - wo man in den Vorjahren immer stark war - sich alle Chancen offenzuhalten. Jetzt startet Hamilton trotzdem aus der vorletzten Startreihe. Dabei hatte am Freitag alles so gut ausgesehen.
Nur eine Kombination einer gelben Flagge und eines Fehlers hatte Hamilton am Freitag davon abgehalten, um die Sprint-Pole mitzukämpfen: "Das Auto hat sich hervorragend angefühlt, und ich hatte für heute viel Optimismus." Selbst von Startplatz sieben hätte da noch etwas gehen können. So die Hoffnung. Eine trügerische.
Mercedes-Aufhängung geht im Sprint kaputt - ohne klaren Grund
Zwar beendete Hamilton den Sprint noch auf dem sechsten Rang und holte drei Punkte, aber der Tag begann da schon aus den Fugen zu geraten. Das Auto fühlte sich im 19 Runden langen Kurzrennen grauenvoll an. Zuerst völlig unerklärlich für Hamilton: Die Hinterachse bot keinen Grip. Das war das Gegenteil von George Russell, der ebenfalls einen schlechten Sprint erlebte. Bei ihm waren aber die Vorderreifen eingebrochen.
Nachdem die Mechaniker das Auto in der Mittagspause wiederhatten, konnten sie Aufklärung schaffen. "Irgendwas brach an der Vorderradaufhängung. Bereits als wir aus der Startaufstellung losfuhren", erklärt Hamilton. "Das hatte ich für das ganze Rennen lang." Wie das passieren konnte, weiß er noch nicht.
Neue Aufhängung im Qualifying ein Problem?
Obwohl die Mechaniker in der Pause dann die Aufhängung tauschten, wurde es danach schlimmer. "Fühlte sich im Qualifying wie ein Murks an", kann Hamilton nur sagen. "Die Jungs haben hart gearbeitet, um es zu reparieren, aber es war danach grauenvoll." Woran genau es nun im Qualifying lag, weiß er nicht. Aber in einem engen Q1 kam er sofort in Bedrängnis.
Mercedes eröffnete Q1 erst auf alten Reifen. Damit waren beide Fahrer zeitweise unter dem Strich. Es lief auf den einzigen Schuss mit frischen Soft-Reifen am Ende hinaus. Den verpatzte Hamilton mit einem Verbremser. Damit war das Qualifying vorbei. Der 18. Startplatz steht.
"Das ist auf jeden Fall demoralisierend", seufzt Hamilton. Erst recht, nachdem Mercedes mit Updates nach Austin gekommen war. Dass am Samstag weder für Hamilton noch für George Russell irgendwas funktionierte, trifft die Fahrer hart: "Ich weiß nicht, wo die Performance hin ist." Prognosen für das Rennen will er gleich gar keine treffen.



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