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Formel 1

Sainz nach Abu-Dhabi-Training unzufrieden: Das ist merkwürdig

Carlos Sainz ist nach dem Training über seinen Ferrari-Boliden trotz Top-10-Resultat verwundert. Charles Leclerc hatte am Freitag weniger Probleme.
von Samuel Marton

Motorsport-Magazin.com - Während McLaren am Freitag erneut schwächelte, konnte Ferrari im Kampf um den dritten WM-Rang ein erneutes Ausrufezeichen in Richtung der britischen Konkurrenz setzen. Dabei lief am Trainingsfreitag in Abu Dhabi auch im Hause Ferrari nicht alles rund. Vor allem Carlos Sainz hatte mit seinem SF21 zu kämpfen, erklären kann er sich das allerdings nicht.

Carlos Sainz: Habe mich im Auto nicht zu Hause gefühlt

Ferrari gelang am Freitag sowohl im FP1 als auch FP2 mit beiden Piloten der Sprung in die Top-10. Teamintern hatte dabei jeweils Carlos Sainz das Nachsehen. Keine Selbstverständlichkeit. Schließlich konnte der Spanier seinem Stallrivalen Charles Leclerc in der Saison durchweg Paroli bieten.

"Das war tatsächlich einer der härtesten Freitage in dieser zweiten Hälfte der Saison", so Carlos Sainz nach dem zweiten Freien Training. "Von Anfang an habe ich mich in dem Auto nicht zu Hause gefühlt, was merkwürdig ist, denn in den letzten sechs Rennen haben wir im FP1 und FP2 einen guten Start hingelegt und mussten beim Auto oder der Fahrwiese nicht viel verändern."

Der Spanier zeigte sich über seine Schwierigkeiten dementsprechend verwundert: "Aus irgendwelchen Gründen - vielleicht den Änderungen der Strecke, dem Streckenbelag, dem Setup - war ich nicht wirklich bei der Musik." Auch im FP2 konnte Sainz auf dem Yas Marina Circuit trotz Änderungen am Boliden keine wirklichen Fortschritte erzielen: "Mein erstes Gefühl auf den Mediums im FP2 war besser. Mit fortschreitender Session sind wir wieder zurückgegangen. Positiv war das nicht und es hat sich nicht wirklich so angefühlt, als hätten wir viele Schritte nach vorne gemacht."

Der Ferrari-Pilot sieht die Situation dennoch entspannt und glaubt schon eine Vermutung zu haben, was die Probleme lösen könnte: "Zumindest weiß ich, welche Dinge einen Versuch wert sein könnten. Ich habe auch ein paar Zweifel damit, was bisher auf dem Auto war. Wenn wir zurück zum Rennunterboden oder zum Renngetriebe wechseln, ändern sich die Dinge mit der Belastung normalerweise. Der Samstag sollte ein besserer Tag sein."

Charles Leclerc fühlte sich in seinem Ferrari am Freitag deutlich wohler - Foto: LAT Images

Leclerc schielt auf Konkurrenz: Hier und dort fehlt uns noch etwas

Weniger Schwierigkeiten dagegen hatte Teamkollege Charles Leclerc. "Es ist noch etwas Arbeit zu tun, aber ich habe das Gefühl, dass die Dinge langsam ineinandergreifen. Auch die Rennpace war richtig stark. Es gibt also keinen Grund, warum in Anbetracht unserer Rennpace nicht auch die Qualifying-Pace stark sein sollte", resümiert Leclerc.

Der Monegasse befindet sich im Saisonfinale noch im Kampf um den fünften Rang in der Fahrerwertung gegen Stallrivale Carlos Sainz und McLaren-Pilot Lando Norris. Eine Position, die Leclerc mit 158 Zählen nur vier Punkte vor dem Briten (154 Punkte) innehat.

Der Ferrari-Pilot für das kommende Qualifying jedoch immer noch Luft nach oben. "In Sachen Rennsimulationen haben wir einen guten Job gemacht. Wir haben aber noch ein wenig Arbeit vor uns, um uns auf das Qualifying vorzubereiten. Im Vergleich zu einigen unserer engsten Rivalen fehlt uns in dieser Hinsicht noch etwas. Ich hoffe aber, dass wir noch alles zusammenbringen könnten", so Leclerc, der dabei auch in Richtung Alpine schielt, die ihre Piloten Fernando Alonso und Esteban Ocon im FP2 in den Top-6 unterbringen konnten.


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