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Formel 1

Formel 1 heute vor 38 Jahren: Tragödie im allerletzten Rennen

Rolf Stommelen war in den 1970er Jahren eine der deutschen Formel-1-Hoffnungen. Am 24. April 1983 fand der Kölner im Sportwagen einen tragischen Tod.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - In den Geschichtsbüchern der Formel 1 ist Rolf Stommelen nur eine Randnotiz. Zusammen mit Jochen Mass und Hans-Joachim Stuck hielt der Kölner in den 1970er Jahren die deutsche Fahne in der Königsklasse hoch. Der große Erfolg blieb dem Allrounder dort stets verwehrt. Das Naturtalent, das auch nach seiner F1-Karriere nicht vom Rennsport lassen konnte, fand am 24. April 1983 einen tragischen Tod.

Formel 1 heute vor 38 Jahren: Rolf Stommelen verunglückt in Sportwarenrennen

Stommelen stieg 1970 als vielversprechendes Talent in die Formel 1 ein. Doch in seiner Karriere sollte es bei einem Podesterfolg beim Österreich GP 1970 bleiben. Seine Laufbahn in der Königsklasse des Motorsports war seit dem Saisonfinale 1978 beendet. Der Deutsche nahm danach unter anderem für Porsche an Sportwagenrennen teil. Am 24. April 1983 stand das 6-Stunden-Rennen von Riverside auf dem Programm, das zur IMSA-Meisterschaft zählte.

Er startete von der zweiten Position. Auf diesem Platz lag er auch, als an seinem Porsche 935 kurz vor der Rennmitte der Heckflügel brach. Stommelen war zu diesem Zeitpunkt 300 km/h schnell. Das Auto wurde aufgewirbelte und schlug mit großer Wucht in eine Betonmauer am Streckenrand ein. Der Deutsche wurde beim Aufprall so stark verletzt, dass er eine Stunde im Alter von 39 Jahren später verstarb.

Der Unfall war tragisch. Bereits beim Spanien GP der Formel 1 brach an Stommelens Boliden der Heckflügel. Schwer verletzt musste er einige Monate pausieren. Besonders schicksalhaft war der Unfall, weil er seiner Frau bereits versprochen hatte, seine Karriere im Motorsport nach der Saison 1983 zu beenden.

Rolf Stommelen ging zwischen 1970 und 1978 53 Mal in der Formel 1 an den Start - Foto: Sutton

Formel 1 heute vor 16 Jahren: Episches Duell zwischen Schumacher und Alonso in Imola

Wie in jener Zeit üblich fand der Europa-Auftakt der Saison 2005 in Imola statt. Zuvor hatten die Renault-Fahrer Giancarlo Fisichella und Fernando Alonso die ersten drei Rennen des Jahres gewonnen. Beim Ferrari-Heimspiel in Imola wollte Michael Schumacher zurückschlagen.

Nach einem Fehler in der Qualifikation ging der Ferrari-Fahrer allerdings nur von der 13. Position in den San Marino GP, während Alonso aus der ersten Reihe startete. Von der schlechteren Ausgangslage ließ sich Schumacher nicht entmutigen. Er kämpfte sich nach vorne und lag bereits vor Rennhalbzeit auf dem dritten Platz.

Michael Schumacher fand keinen Weg vorbei an Fernando Alonso - Foto: Sutton

Schumacher war der schnellste Mann des Rennens. Seine schnellste Runde war knapp 1,3 Sekunden schneller als die von Alonso. In den letzten zehn Runden kam es zu einem epischen Duell zwischen beiden Fahrern um den Sieg. Schumacher machte Druck auf Alonso, sein Rückstand betrug in dieser Zeit durchgehend weniger als eine halbe Sekunde. Immer wieder setzte der Deutsche zu Angriffen an, aber damals war das Überholen nahezu unmöglich - selbst mit einem deutlich besseren Auto. Das DRS gab es damals noch nicht.

Der siebenfache Champion ließ bis zur letzten Runde nicht locker. Aber er fand keinen Weg vorbei an dem jungen Spanier. "Ich wusste, dass Michael schneller war als ich. Mein Ziel war es, ihn in der Kurvenmitte aufzuhalten und dann ein bisschen früher zu beschleunigen", erklärte der Renault-Fahrer seine Strategie. Für ihn war es das erste harte Duell gegen Schumacher um die Spitze, das er unter großem Druck erfolgreich meisterte.

Was sonst noch geschah:

Vor 16 Jahren: Der San Marino GP im Jahr 2005 war die Grand-Prix-Premiere von Vitantonio Liuzzi. Das Debüt wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn es sich dabei nicht um das geplante Cockpit-Sharing zwischen Liuzzi und Christian Klien gehandelt hätte, das Red Bull in seiner ersten Formel-1-Saison ausprobierte. Durchgezogen hat Red Bull dieses Experiment allerdings nicht. Nach vier Rennen saß Klien wieder im Boliden, der auch die restlichen Rennen der Saison bestritt.
Vor 16 Jahren: Noch eine Geschichte vom Rennen in Imola. Jenson Button beendete das Rennen auf dem dritten Platz. Bei der technischen Untersuchung seines BAR-Boliden wurde dann aber ein Regelverstoß aufgedeckt. Das Auto verfügte einen Zusatztank. Damit war es möglich, während des Rennens untergewichtig zu sein. Beim letzten Stopp wurde dann so viel Benzin in den Tank gefüllt, dass sich der Zusatztank füllte und das Auto das Mindestgewicht auf die Waage brachte. BAR wurde nicht nur vom San Marino GP ausgeschlossen, sondern auch für die darauffolgenden Rennen in Spanien und Monte Carlo gesperrt.


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