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Formel 1, Fahrerranking: Das war der schlechteste F1-Pilot 2020

Die Entscheidung im Fahrerranking von Motorsport-Magazin.com zur Formel-1-Saison 2020 ist da. Heute im Blick: Die schlechtesten F1-Piloten des Jahres.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Es geht weiter mit den Auswertungen unseres Fahrerrankings zur Formel-1-Saison 2020. Nachdem wir gestern Max Verstappen als Fahrer des Jahres und die weiteren Top-10-Piloten hinter dem Niederländer verkündet haben, widmen wir uns heute der schwächeren zweiten Hälfte. Und da sind tatsächlich Kaliber wie Sebastian Vettel und Valtteri Bottas dabei. Wer muss sich mit dem Titel des „Schlechtester Fahrer des Jahres“ in der Gesamtwertung von Lesern und Redaktion von Motorsport-Magazin.com abfinden?

Der an alle 17 Renn-Rankings angelegte reguläre Punkteschlüssel der Formel 1 lieferte ein klares Ergebnis. Genau ein Fahrer, der nicht nur als Ersatzpilot vereinzelt einsprang, erzielte über die gesamte Saison hinweg nicht einen einzigen Punkt in unseren Fahrerrankings. Sein Name - so leid es uns nach seinem unschönen Karriereende in der Königsklasse auch tut - lautet Romain Grosjean.

Williams-Ersatzmann genauso gut wie Stammfahrer

Einzig der Ersatzmann des in Bahrain heftig verunfallten Franzosen, Pietro Fittipaldi, verdiente sich sonst keinen Zähler. Den Brasilianer nur auf Basis von zwei Rennen zum schlechtesten Fahrer zur wählen, wäre allerdings unfair. Jack Aitken schaffte es unterdessen bei seinem einzigen Einsatz als Ersatz für George Russell bei Williams tatsächlich, zwei Punkte anzuschreiben. Bitter für Nicholas Latifi: Dem Kanadier gelang in 17 Grands Prix nicht einer mehr.

Neben dem genannten Quartett heimste einzig Antonio Giovinazzi mit vier Zählern eine einstellige Punktzahl ein (Teamkollege Kimi Räikkönen: 77). Nur gerade über die Zweistelligkeit schaffte es Alexander Albon. Mit nur zwölf Punkten erzielte der Red-Bull-Pilot damit nicht einmal fünf Prozent der Ausbeute seines siegreichen Teamkollegen Max Verstappen.

Sebastian Vettel auf P12, direkt vor Nico Hülkenberg

Damit standen Albon und Giovinazzi in Sachen teaminterne Zweiklassengesellschaft allerdings nicht allein. Auch Valtteri Bottas auf Platz 11 (73:211 gegen Lewis Hamilton), Sebastian Vettel auf P12 (50:101 gegen Charles Leclerc), Daniil Kvyat auf P14 (37:133 gegen Pierre Gasly), Lance Stroll auf P15 (36:147 gegen Sergio Perez) und Esteban Ocon auf P16 (31:175 gegen Daniel Ricciardo) landeten weit hinter ihren Teamkollegen, die allesamt die Top-10 erreicht hatten.

Pos. Anzahl Rote Laternen
11 Bottas 73
12 Vettel 50
13 Hülkenberg* 40
14 Kvyat 37
15 Stroll* 36
16 Ocon 31
17 Magnussen 19
18 Albon 12
19 Giovinazzi 4
20 Aitken* 2
21 Latifi 2
22 Fittipaldi* 0
23 Grosjean* 0

*Grosjean verpasste nach einem Unfall zwei Rennen, Stroll nach einer Corona-Infektion ein Rennen. Hülkenberg bestritt lediglich als Ersatzfahrer drei Rennen, Fittipaldi zwei, Aitken eines. Bei Punktgleichheit sticht bei uns aus Gründen der Fairness in einem besonderen Jahr die geringere Anzahl der Teilnahmen, erst dann bei Gleichheit das bessere Einzelresultat.

Noch bitterer als für den schon genannten Latifi lief es dabei für Stroll. Anders als für seinen Landsmann reichte es für den Kanadier nicht einmal zum Remis gegen einen Kurzzeitarbeiter. Nico Hülkenberg sammelte bei seinen drei Einsätzen für Racing Point mit 40 Punkten tatsächlich drei Zähler mehr als der Sohn des reichen Teambesitzers in 16 Grands Prix. Beinahe wäre ‚Hülk’ damit sogar der beste Deutsche des Jahres geworden. Nur zehn Punkte fehlten auf Vettel.

Wie in unserem gestrigen Artikel, in dem wir uns die besten F1-Piloten des Jahres ansahen, blicken wir nun auch an dieser Stelle noch darauf, welcher Verlierer unserer Fahrerrankings im gesamten Saisonverlauf den absolut schlechtesten Schnitt bei einem Grand Prix aufwies. Dieses wenig ehrenvolle Los zog Charles Leclerc mit einer 5,77 beim Steiermark Grand Prix. Dort hatte der Monegasse einen Startunfall mit Sebastian Vettel verschuldet.

Formel 1 - MSM-Fahrerranking 2020: Die Notenschnitte der ‚Loser‘

Rennen Letzter Schnitt
Steiermark Charles Leclerc 5,77
Türkei Valtteri Bottas 5,34
Portugal Lance Stroll 5,22
Emilia Romagna Lance Stroll 5,17
Belgien Antonio Giovinazzi 5,07
Sakhir Charles Leclerc 5,01
Österreich Sebastian Vettel 4,86
Eifel Alexander Albon 4,77
Jubiläums-GP Sebastian Vettel 4,73
Russland Carlos Sainz 4,67
Ungarn Nicholas Latifi 4,6
Großbritannien Alexander Albon 4,59
Italien Alexander Albon 4,55
Bahrain Valtteri Bottas 4,45
Spanien Romain Grosjean 4,41
Toskana Antonio Giovinazzi 4,09
Abu Dhabi Lance Stroll 4,08

Formel-1-Fahrerranking: Die meisten letzten Plätze

Die meisten roten Laternen – also letzte Plätze im Fahrerranking – teilten sich Lance Stroll und Alexander Albon mit jeweils drei. Valtteri Bottas, Sebastian Vettel, Charles Leclerc und Antonio Giovinazzi wurden jeweils doppelt zum schlechtesten Fahrer gewählt, Carlos Sainz, Nicholas Latifi und Romain Grosjean je einmal.

Fahrer Anzahl Rote Laternen
Lance Stroll 3
Alexander Albon 3
Valtteri Bottas 2
Sebastian Vettel 2
Charles Leclerc 2
Antonio Giovinazzi 2
Carlos Sainz 1
Nicholas Latifi 1
Romain Grosjean 1

In den kommenden Tagen lesen Sie weitere Auswertungen unseres Rankings, etwa eine Auswertung der reinen Statistik unserer Leser, die Notenschnitte unserer Redakteure und die Wahl zum Rennen des Jahres.