Formel 1

2. Freies Training: Die Formel Nass in Spa

Typisches Ardennenwetter erwartete die 20 Stammpiloten zum 2. Freien Training in Spa. Der größte Aufreger: Ein Unfall von Tonio Liuzzi.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Spa-Francorchamps bedeutet High-Speed, Eau Rouge und Blanchimont. Aber es bedeutet auch: Sehr viel Regen. Und genau dieser meldete sich pünktlich zum Beginn des 2. Freien Trainings beim Großen Preis von Belgien zu Wort.

Der Rundengeiz Für den Fahrbetrieb bedeutete das allerdings, dass der Rundengeiz nicht nur in der ersten, sondern auch in der zweiten Session groß um sich griff und die Piloten allesamt in der Box verweilten.

Die Zwischenfälle Der Grund dafür wurde schnell klar, als sich Tonio Liuzzi als erster Pilot auf die regennasse Strecke wagte: Schon nach wenigen Metern flog er mit Aquaplaning ab und sorgte damit für einen Abbruch der Session.

Die Motoren Keine einzige Runde drehte Juan Pablo Montoya im 1. Freien Training. Der Grund: Als Vorsichtsmaßnahme tauschte das Team seinen V10-Motor gegen ein anderes neues Mercedes-Aggregat. Da der Monza-Sieger keine einzige Runde mit seinem etatmäßigen neuen Triebwerk gefahren ist, konnte das Team eine Strafversetzung umgehen. Schlechter erging es hingegen Giancarlo Fisichella. And essen Triebwerk entdeckte das Team ein technisches Problem, welches nach den Freitags Trainings zu einem Motorwechsel und damit einer Strafversetzung führen wird.

Die Reifen Noch am Donnerstag betete Michael Schumacher für Regen. Heute kam er dann. Gefahren ist aber trotzdem niemand. Weder die Michelin-Piloten noch die Bridgestone-Fahrer, die in der Vergangenheit unter richtig nassen Bedingungen die Oberhand hatten.

Die Platzierungen Genau eine Umrundung von Boxengassen-Ausgang bis Boxengasseneingang schafften Robert Doornbos und Fernando Alonso. Keine ganze Runde überstand im Regen von Spa-Francorchamps der Italiener Tonio Liuzzi. Eine Rundenzeit erzielte keiner der 25 Aktiven. Entsprechend gibt es auch keine Platzierungen zu nennen.

Die Analyse Eine Analyse des Kräfteverhältnisses lässt sich nach den beiden Freien Trainings Sessions nicht durchführen. Während in der 1. Session niemand fuhr, weil die Strecke feucht war, traute sich in Session 2 niemand auf die Strecke, weil sie mehr als nur nass war. Für den Rest des Wochenendes bedeutet dies zweierlei: Die Hoffnungen von Ferrari und Bridgestone ein gutes Ergebnis erzielen zu können, wuchsen sprunghaft an. Andererseits bleiben auch weiterhin McLaren und Renault die Favoriten, sollte es am Sonntag trocken sein. Ein großes Problem könnte es jedoch werden die richtigen Trockenreifen auszuwählen.


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