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Formel 1

Formel 1: McLaren begrüßt Testverbot auf neuen 2020-Strecken

2020 darf auf den neuen Strecken im Formel-1-Kalender, wie Mugello oder dem Nürburgring, nicht getestet werden McLaren: Wollten schon mit Straßenauto.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - 2020 finden sich im Formel-1-Kalender aufgrund der Coronavirus-Krise nun zwei ganz neue Strecken und zwei Comebacks wieder. Etwas überraschend wird im Herbst in Mugello, in Portimao, in Imola und auf dem Nürburgring gefahren.

Die Teams werden blind zu diesen Rennen reisen, das steht seit dieser Woche fest. Es wurde nämlich ein absolutes Testverbot verabschiedet. Zuvor hatten die Teams theoretisch die Möglichkeit, mit zwei Jahre alten Autos zumindest die Strecken zu erkunden. Das bringt zwar zum aktuellen Auto keine Erkenntnisse - wohl aber zu Asphalt-Beschaffenheit und dergleichen.

Ferrari hatte dieses Jahr schon ein paar Warmup-Runden in Mugello gedreht, AlphaTauri in Imola. Bevor das Testen überhandnimmt, wurde dem ein Riegel vorgeschoben. Schließlich herrscht in der Formel 1 eigentlich ein absolutes Test-Verbot.

McLaren begrüßt Testverbot: Sogar über Straßenautos nachgedacht

Und nicht alle Teams haben die gleichen Chancen, um sich auf ein Testprogramm einzulassen. McLaren konnte schon im Frühjahr nicht testen, sie können ihr 2018er-Auto nicht mehr fahrbereit machen. "Wir sind sehr glücklich mit dieser Entscheidung", meint Teamchef Andreas Seidl. "Es war kein Geheimnis, dass wir uns dafür stark gemacht haben."

"Gerade bei den neuen Strecken wäre es einfach ein Wettbewerbsnachteil, wenn andere Leute testen könnten", meint Seidl. "Ich glaube, wir haben sogar darüber nachgedacht, eines unserer Straßenautos zu nehmen und hinzufahren, aber das wäre das falsche Signal gewesen, auch in Zeiten von COVID, wo wir unnötige Reisen vermeiden sollen."

2013 fuhr die Formel 1 zuletzt auf dem Nürburgring - Foto: Red Bull

Letzten Endes stimmten die Teams in dieser Frage überein - und werden somit ziemlich blind in die Rennwochenenden gehen. Nicht ganz blind natürlich, schließlich gibt es noch Simulatoren.

"Die Vorbereitungen laufen", meint Seidl dahingehend. "Am Ende ist es für alle gleich. Die neue Herausforderung wird sein, an neue Strecken zu kommen, oder Strecken, die du noch nicht besucht hast. Auch Imola wird mit dem Zweitages-Format eine interessante Herausforderung sein. Ich freue mich auf diese Rennen."


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