Rechts oben, am Kopf der Presseaussendung, steht nur noch: "WilliamsF1" - sonst nichts. Die Schriftfarbe: Schwarz. Ein ziemlich ungewohnter Anblick, dieses Schriftstück. Der Inhalt: Williams erhält einen neuen Chedesigner, und zwar den deutschen Jörg Zander. Die Aussendung verrät: "Jörg Zander, 41, kommt von B·A·R, wo er Chefingenieur für Mechanik und Kraftübertragung war."

Jörg Zander, der seit 1997 bei Toyota als GT1-Techniker arbeitete und dort ab 1999 seine ersten Formel 1-Sporen verdiente, wechselte 2002 zu B·A·R-Honda und wird schon im September, also in wenigen Tagen, sein neues Chedesignerbüro bei Williams beziehen. Er löst damit den bisherigen Chefdesigner Gavin Fisher ab und soll "die Schlüsselentscheidungen in der Entwicklung des FW28 treffen", erklärt das britische Traditionsteam.

Mit diesem Postenwechsel sei ein "Restrukturierungsprozess beendet worden, der mit dem Wechsel von Patrick Head zum Director Of Engineering und Sam Michael zum Technikdirektor im Jahr 2004 begonnen hat", heißt es weiter. Zander wird "eng mit allen technischen Entscheidungsträgern zusammenarbeiten und bei Technikdirektor Sam Michael Report ablegen".

Patrick Head erklärte: "Ich bin sehr erfreut, dass sich Jörg dazu entschlossen hat, als Chefdesigner bei uns zu arbeiten, womit die Restrukturierung der technischen Schlüsselrollen abgeschlossen ist. Ich glaube, wir konnten die Basis für eines der stärksten Technikteams der Formel 1 legen."

Jörg Zander bringt also frisches Knowhow von B·A·R-Honda nach Grove. Doch das wäre nur der erste Schub, sollte Jenson Button tatsächlich vertragsgemäß zu Williams-Cosworth wechseln müssen...