Wenn die Vertreter eines Formel 1 Teams die Konkurrenz in den höchsten Tönen loben, dann ist dies nicht immer nur ein seltener Anflug von Ehrlichkeit, sondern auch eine gewisse Zufriedenheit, weil man selbst ebenfalls nicht allzu schlecht abgeschnitten hat.
Und genau so gestalten sich auch die neuerlichen Lobeshymnen der Renault-Verantwortlichen über McLaren Mercedes. "Das war ein harter Tag für uns, besonders weil McLaren wieder einmal eine sehr beeindruckende Performance gezeigt hat", konstatierte Chefrenningenieur Pat Symonds.
Noch offener zeigte sich Teamboss Flavio Briatore: "McLaren war wie erwartet sehr konkurrenzfähig, weswegen wir im Qualifying eine andere Strategie wählten."
Diese bestand daraus mit weniger Sprit ins Rennen zu starten. Für Giancarlo Fisichella ging dieser Plan aber nur eine Dreiviertelrunde lang auf. "Ich hatte einen großartigen Start auf der schmutzigen Seiten. Da wir weniger Sprit an Bord hatten, hatten wir gegenüber McLaren einen klaren Vorteil", erinnert er sich an den Start. "Aber ich bekam Probleme mit meinen Reifen und Kimi überholte mich wieder. Da Fernando schneller war machte ich ihm das Leben bei seinem Überholmanöver nicht schwieriger."
"Ich wusste, dass die McLaren schneller waren", zollte auch der WM-Leader den Silbernen Respekt. "Deshalb konzentrierte ich mich darauf keinen Fehler zu machen und konstant zu fahren. Das Auto war wieder zuverlässig und ich hatte Glück als Montoya in Probleme kam. Manchmal muss man sich sein Glück aber auch erarbeiten. Ich hielt den Druck aufrecht und das zahlte sich aus. Wir wissen, dass die McLaren schneller sind, aber dies ist ein besseres Ergebnis als ich erwarten konnte."
Den Grund warum sich Renault all das Lob für die Silberpfeile erlauben kann, liefert Flavio Briatore nach: "Unsere Zuverlässigkeit war wieder perfekt und obwohl die Lücken kleiner geworden sind, führen wir noch beide WM-Wertungen an."
Dennoch weiß auch der Italiener, dass man noch "mehr Speed" finden müsse. Und auch an Giancarlo Fisichella Tankanlage sollte man langsam einmal den Defektteufel entdecken. "Bei meinem Boxenstopp verlor ich dann viel Zeit wegen eines Problems an der Tankanlage", rekapitulierte er seine wiederholten Tankprobleme. "Wir haben heute einige Punkte auf McLaren verloren, aber wenn man den Speed ansieht, war das nicht allzu schlecht."



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