Formel 1

Formel 1, Perez hofft auf Hockenheim-Update: Big Point muss her

Racing Point steckt vor Hockenheim wie Haas sportlich in der Krise. Perez und Stroll seit drei Rennen ohne Punkte. Deutschland-Update soll Wende bringen.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Bei Racing Point sieht es nach drei Nullrunden in Folge vor dem elften Formel-1-Rennen 2019 auf dem Hockenheimring alles andere als rosig aus. Sergio Perez und Lance Stroll sind still und leise im Mittelfeld abgerutscht und laufen der einstigen Top-Form von Force India hinterher. Der Zauber des Vorgängerteams ist verflogen. Ein Update soll den RP19 beim Deutschland GP endlich wieder auf den richtigen Weg bringen.

"Wir versuchen, dem Auto mehr Balance zu verpassen und die Defizite in diesem Bereich zu beheben", so Perez. Hauptsächlich soll die Stabilität der Hinterachse verbessert werden: "Da wird es ein paar neue Teile am Auto geben. Wir hoffen, dass uns dieser erste Schritt etwas mehr Balance bringt."

Ein erster Schritt ist dringend notwendig. Perez ist seit Baku nicht mehr in die Punkte gefahren. Das letzte zählbare Resultat holte Stroll mit dem neunten Platz beim Heimspiel in Montreal. Die frühe Punkteausbeute sorgt dafür, dass Racing Point in der Weltmeisterschaft als Siebter immerhin noch vor Toro Rosso und Haas liegt.

Racing Point fehlt überall Pace: Konkurrenz hat besser entwickelt

"Uns fehlt überall die Pace", klagt Stroll. "Die anderen Teams haben über die erste Saisonhälfte hinweg ganz klar Fortschritte gemacht und es leider geschafft, uns um ein paar Zehntel abzuhängen." In Baku sah es danach aus, als ob das Team den Dreh beim 2019er Auto endlich raus hatte.

Doch in den letzten Rennen zeigte sich ein gänzlich anderes Bild. "Die Saison ist zur Hälfte um und wir sind nicht da, wo wir sein wollten", sagt Perez. "Wir befinden uns in einem kritischen Abschnitt der Saison, wo wir definitiv einen Schritt machen müssen, um konstanter Punkte zu holen", mahnt er. "Wir müssen in den kommenden Rennen Big Points holen. Besonders, weil es bisher kein tolles Jahr war."

Der Routinier glaubt, dass die Insolvenz von Force India im Sommer 2018 immer noch Auswirkungen hat: "Die Insolvenz ging letztes Jahr erst sehr spät über die Bühne. Deshalb wurde die Entwicklung des Autos für eine Weile gestoppt. Wir haben die Saison mit Rückstand begonnen und es war seitdem schwierig, das aufzuholen."

Formel 1 2019: 5 Brennpunkte vor dem Deutschland GP: (8:04 Min.)

Perez und Stroll optimistisch: Anschluss an McLaren möglich

Nach einem schwachen Saisonstart gab es nur einen kurzzeitigen Aufwärtstrend. "Ich denke, es ist so, dass wir uns nicht ausreichend verbessert haben, während anderen Teams das besser gelungen ist", glaubt Perez. Auf Mittelfeld-Leader McLaren fehlen bereits 41 Zähler. Auf den Neuntplatzierten hat das Team gerade einmal drei Punkte Luft.

Force India war stets dafür bekannt, über die Saison hinweg mit der richtigen Weiterentwicklung die Mittelfeld-Konkurrenz auszustechen. Woran es diese Saison hapert, weiß die Truppe bereits. "Es ist hauptsächlich die Aerodynamik, die wir verbessern müssen", so Perez.

Er ist optimistisch, dass der Rückstand aufgeholt werden kann. "Wir sind nicht weit weg von der Konkurrenz. Selbst von McLaren nicht, die das Mittelfeld dominieren. Ich denke, ein paar Schritte vorwärts bringen uns zurück ins Spiel." Stroll hofft ebenfalls auf den Force-India-Nimbus: "Dieses Team hat in den vergangenen Jahren über seiner eigenen Liga gespielt. Ich glaube daran, dass das Team es schaffen kann."


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video