Formel 1

Formel 1, Vettel ärgert sich über Verstappen-Crash: Schon doof

Sebastian Vettel ruinierte sich in Silverstone durch die Kollision mit Max Verstappen das eigene Rennen. Der Ferrari-Star nimmt den Crash auf seine Kappe.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Sebastian Vettels Saison 2019 erhielt beim Formel-1-Rennen in Silverstone an diesem Sonntag den nächsten schwarzen Fleck. Nach einem harten Duell mit Max Verstappen verschätzte sich der Ferrari-Pilot bei einem Konterversuch und schoss den Konkurrenten ab. Das Resultat waren eine Strafe und null WM-Punkte. Der viermalige Weltmeister redet nach dem Fehltritt nicht lange um den heißen Brei.

"Ich dachte, ich hätte auf der Innenseite noch eine Chance", erklärt Vettel am RTL-Mikrofon, wie es zum verhängnisvollen Fehler kam. Verstappen hatte den 32-Jährigen auf der Hangar Straight überholt, doch Vettel hatte aus Stowe heraus mehr Schwung und setzte bei der Anfahrt auf Kurve 16 zum Konter an - obwohl Verstappen innen alles dicht machte.

Bein Anbremsen blockierte Vettel die Vorderräder und fuhr auf Verstappen auf, woraufhin sich beide Piloten ins Kiesbett drehten. "Als er [Max] vorbei war dachte ich, okay der ist durch. Aber dann hatte er einen kleinen Fehler und ich dachte, ich könnte zurückkommen", so Vettel, der eine Lücke sah, die nicht existierte.

Krisen-Gerüchte: Tritt Sebastian Vettel zurück?: (17:28 Min.)

"Aus dem Cockpit sah es zunächst so aus, als würde er nach rechts fahren und sich eine Lücke auftun", sagt er. "In dem Moment ist er zurückgekommen. Ich war zu dicht dahinter und zu spät dran und konnte die Kollision nicht mehr verhindern." Vettel suchte nicht nach Ausreden. Er ist sich der Verantwortung für den Unfall voll und ganz bewusst: "Das geht auf meine Kappe. Ich war auch schon bei ihm und habe mich entschuldigt."

Noch im Parc Ferme kam Vettel zu Verstappen ans Auto und bat per Handschlag beim Rivalen um Verzeihung. "Ich habe schon mit Sebastian gesprochen und er hat natürlich 'sorry' gesagt", so Verstappen gegenüber RTL. "Aber wir können das jetzt auch nicht mehr ändern. Eigentlich müsste ich da auf dem Podium sein. Das Auto war wieder gut, schneller als Ferrari."

Nach dem Zwischenfall musste Vettel für eine neue Nase zum Reparaturstopp an die Box und erhielt obendrein eine 10-Sekunden-Zeitstrafe sowie zwei Strafpunkte von den Stewards. Nachdem er zunächst von der Safety-Car-Phase profitiert hatte und auf Podestkurs lag, wurde es durch den Fauxpas am Ende nur Platz 15.

Der Fehler schmerzte an einem ohnehin schwierigen Wochenende damit umso mehr. "Das war natürlich schon doof, denn das Ergebnis wäre gut gewesen", so Vettel, der nach einem schwierigen Qualifying einen versöhnlichen Sonntag vor Augen hatte: "Wir waren auf Kurs für ein gutes Rennen und hatten einen guten Speed. Aber dann habe ich mir es selbst schwer gemacht."


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video