Formel 1

Formel 1, Vettel nach Strafe stinksauer: Man muss blind sein!

Sebastian Vettel verlor den Sieg beim Kanada GP 2019 durch eine Zeitstrafe. Der Ferrari-Pilot schäumt anschließend vor Wut auf die Stewards.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Beim Kanada GP stand Sebastian Vettel erstmals in der Formel-1-Saison 2019 unmittelbar vor dem Sieg. Doch nachdem er im Zweikampf gegen Lewis Hamilton kurz von der Strecke abkam und den Briten beim Zurückfahren abdrängte, erhielt Vettel eine Fünf-Sekunden-Strafe, die ihn am Ende auf Rang zwei zurückwarf.

Noch im Rennen schäumte Vettel vor Wut über die Entscheidung der Stewards. "Ich hatte Gras an den Reifen, wo sollte ich hin? Wäre er innen gefahren, wäre er vorbeigekommen", funkte der Deutsche. Hamilton fuhr zu diesem Zeitpunkt direkt hinter Vettel und blieb auf seiner Linie, konnte nur durch ein beherztes Bremsmanöver einen Unfall verhindern.

Auch die Versuche von Renningenieur Riccardo Adami konnten Vettel nicht wirklich beruhigen. "Ich bin fokussiert, aber sie stehlen uns das Rennen", funkte er zurück. Nach dem Rennen gingen die Schimpftiraden weiter. "Man muss absolut blind sein, wenn man denkt, dass ich aufs Gras fahren und dann das Auto kontrollieren kann", sagte er in der Auslaufrunde und fügte an: "Das ist eine verkehrte Welt."

Vettel rebelliert vor der Siegerehrung

Anschließend ging Vettels Wutausbruch weiter. Statt sein Auto am dafür vorhergesehenen Platz neben dem Parc ferme zu parken, fuhr er einfach weiter. Das obligatorische Interview vor der Siegerehrung ließ Vettel dann sausen, weil er sich auf den Weg zur Rennleitung machte, wo er allerdings nie ankam.

Stattdessen kehrte er in den Parc ferme zurück und tauschte die Platzmarkierungen. Das Schild mit der Nummer eins, das vor Hamiltons Auto stand, stellte er vor die Lücke, wo eigentlich sein Ferrari geparkt hätte sein sollen.

Bei der Siegerehrung war es dann Lewis Hamilton, der Vettel zunächst noch auf die oberste Stufe zerrte. Nach den Feierlichkeiten konnte er sich dem Interview mit Martin Brundle nicht mehr entziehen: "Zuerst habe ich das Rennen wirklich genossen, vor allem die Fans, wie sie mich jede Runde vor allem in der Spitzkehre angefeuert haben. Zum Rest habe ich schon genug gesagt, man sollte die Leute fragen, was sie dazu sagen!"

Als Lewis Hamilton hinzukam, buhten die zahlreichen Fans. "Ich treffe die Entscheidungen nicht", verteidigte sich Hamilton. "Ich weiß nicht, warum sie buhen." Nun ergriff Vettel wieder das Mikrofon. "Nein, nicht Lewis ausbuhen", gab er sich versöhnlich.


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