Formel 1

Formel 1 Kalender 2020 - Zandvoort offiziell: Holland GP fix

Die Niederlande sind zurück im Formel-1-Kalender. Ab 2020 Heim-Grand-Prix von Max Verstappen in Zandvoort. Rennen schließt Dreijahres-Vertrag mit F1 ab.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Der Formel-1-Kalender 2020 begrüßt neben dem neuen Rennen in Vietnam einen alten Bekannten. Am Dienstag nach dem Grand Prix von Spanien bestätigten Liberty Media und die Streckenbetreiber von Zandvoort die Rückkehr nach Holland. Das Heimspiel Max Verstappens in den Niederlanden wurde für die kommenden drei Jahre fixiert. Heineken fungiert als Titelsponsor.

"Der Zandvoort Circuit ist legendär und weltberühmt und wir freuen uns, wieder ein Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft auszutragen", sagt DGP Sporting Director Jan Lammers. Der ehemalige Formel-1-Pilot setzte sich als Teil des Promoter-Teams von Zandvoort von Beginn an für die Rückkehr der Königsklasse ein.

"Um die Wünsche der Formel 1 und die geforderten Standards der FIA zu erfüllen, werden Rennstrecke und Infrastruktur in ein paar Bereichen modernisiert. Die Arbeiten werden lange vor dem Rennen 2020 abgeschlossen sein. Zusätzlich hat die Gemeinde von Zandvoort kürzlich große Investitionen getätigt, um die Zufahrten in den Ort und zur Strecke zu verbessern", so Lammers weiter.

Für F1-Rechteinhaber Liberty Media ist Zandvoort der zweite selbst eingefädelte Neuzugang in den Rennkalender. Der erste war der Grand Prix von Vietnam, der 2020 erstmalig ausgetragen wird. "Wir freuen uns sehr darüber, bekanntzugeben dass die Formel 1 auf der Rennstrecke von Zandvoort wieder ein Rennen in den Niederlanden haben wird", so Liberty Medias CEO Chase Carey.

"Seit wir die Formel 1 übernommen haben, sagten wir, dass wir sowohl Rennen an neuen Orten wollen als auch die historischen Wurzeln des Sports in Europa respektieren", erklärt der US-Amerikaner weiter. "Nächstes Jahr werden wir deshalb das brandneue Stadtrennen in Vietnams Hauptstadt Hanoi haben und die Rückkehr von Zandvoort nach einer Abstinenz von fast 35 Jahren."

Formel 1 in Zandvoort: 360-Grad-Runde mit Max Verstappen: (01:54 Min.)

Formel 1 in den Niederlanden: Zandvoort 'the one and only'

Die Formel 1 hielt den Grand Prix der Niederlande zwischen 1952 und 1985 mit jeweils kurzen Unterbrechungen von ein bis zwei Jahren insgesamt 30 Mal ab. Das Rennen wurde in dieser Zeit ausschließlich in Zandvoort ausgetragen. Bei der letzten Austragung vor 34 Jahren feierte Niki Lauda im McLaren TAG den letzten seiner insgesamt 25 Siege in der F1.

Der Naturkurs in den Nordseedünen war aufgrund seiner nicht sonderlich großen Auslaufzonen nie ganz unumstritten und forderte in der Formel 1 mit Piers Courage und Roger Williamson zwei Todesopfer. Der deutsche Formel-2-Pilot Hans-Georg Bürger ließ 1980 ebenfalls in Zandvoort sein Leben.

Trotz seiner gefährlichen Natur erfreute sich Zandvoort als Fahrerstrecke sowohl bei den Piloten als auch bei den Fans stehts hoher Beliebtheit. Eine Rückkehr war aufgrund des historischen und als nicht mehr F1-tauglich geltenden Layouts eigentlich nie ein Thema. Das Erscheinen von Max Verstappen auf der Weltbühne der Formel 1 brachte Zandvoort zurück ins Spiel.

Zandvoort dank Verstappen-Boom und Historie zurück in Formel 1

Der Sohn von Ex-Formel-1-Pilot Jos Verstappen löste in den Niederlanden einen ähnlichen Boom aus wie Michael Schumacher ab 1991 in Deutschland. In den vergangenen Jahren strömten die Fans des Red-Bull-Stars in rauen Massen zu den Rennen in Deutschland, Belgien und Österreich, um ihren Nationalhelden anzufeuern.

Das Rennen in Zandvoort war in Anbetracht dieses neu entstandenen Marktes für die Formel 1 der nächste logische Schritt. "In den letzten Jahren kehrte das Interesses an der Formel 1 in Holland zurück, hauptsächlich durch die enthusiastische Unterstützung des talentierten Max Verstappen, die wir an einem Meer von Orange bei so vielen Rennen gesehen haben", so Carey.

Zunächst war auch der aus der MotoGP weltberühmte TT Circuit Assen für das F1-Rennen im Gespräch. Letztendlich fiel die Wahl auf Zandvoort, wohl auch wegen Liberty Media, die sich angesichts der langen Formel-1-Tradition für die Rückkehr der Dünenachterbahn stark machten.


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