Formel 1

Formel 1: Max Verstappen von Ferrari-Schwäche überrascht

Max Verstappen kämpft in der Formel 1 2019 gegen Sebastian Vettel und Charles Leclerc. Der Red-Bull-Pilot ist verwundert. Er hatte Ferrari stärker erwartet.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Red Bull ist auch in der Formel-1-Saison 2019 hinter Mercedes und Ferrari die dritte Kraft. Die Österreicher stehen mit Speerspitze Max Verstappen zwar nicht im WM-Kampf, doch dass das Team im ersten Jahr der Honda-Ehe von Beginn an um Siege fahren würde, stand ohnehin nicht im Fahrplan. Dafür ist Red Bull nach vier Rennen immer noch in Schlagdistanz zu Ferrari, was selbst den Teamleader etwas überrascht.

"Ich bin etwas überrascht, dass Ferrari nicht so konkurrenzfähig ist wie ich gedacht hatte", gibt Verstappen im Vorfeld des Rennwochenendes in Barcelona zu. Der Niederländer liegt in der Weltmeisterschaft vor dem Europa-Auftakt auf Platz vier, nur einen Punkt hinter Sebastian Vettel und vier Zähler vor Charles Leclerc.

Mit einem dritten und drei vierten Plätzen verlief der Saisonstart für Verstappen äußerst solide. Das bedeutet in nackten Zahlen 51 WM-Punkte. Vor zwölf Monaten hatte er zu diesem Zeitpunkt des Jahres gerade einmal 18 Zähler auf dem Konto. Der 21-Jährige ist mit seiner Performance zufrieden.

Max Verstappen mit eigener Leistung 2019 zufrieden

"Ich denke, ich habe das Maximum aus dem Auto geholt, was die Punkteausbeute angeht. Natürlich kannst du dich als Fahrer immer verbessern. Aber ich denke nicht, dass uns das mehr Punkte gebracht hätte", so Verstappen, der 2018 noch reinräumte, den Saisonstart "verkackt" zu haben.

Tatsächlich lässt sich Verstappen kaum etwas vorwerfen. Seinen neuen Teamkollegen Pierre Gasly hat er problemlos im Griff, in Qualifying und Rennen fuhr er bisher stets fehlerfrei und erwies sich für Red Bull damit als wichtiger Erfolgsgarant. In Bahrain und Baku hätte es ohne die Safety-Car-Phasen außerdem die Chance auf noch bessere Resultate gegeben.

In beiden Fällen hätte es für Verstappen aber nur die Attacke auf Ferrari ermöglicht. An Mercedes biss sich der Red-Bull-Star bisher die Zähne aus. Lediglich beim Auftakt in Melbourne gelang es ihm, Druck auf Lewis Hamilton zu machen. "Sie haben sehr hart an ihrem Auto gearbeitet und es seit den Wintertestfahrten verbessert", sagt er.

Red Bulls Abstand auf Mercedes und Ferrari nicht so groß

Die vier Doppelsiege in Folge sieht auch er als Resultat von Ferraris Unzulänglichkeiten. "In Bahrain hatten sie Glück", erinnert Verstappen an den Defekt bei Leclerc. "Aber in allen anderen Rennen waren sie sehr konstant und hatten alles im Griff. Sie haben keine Fehler gemacht."

Doch trotz der scheinbaren Unantastbarkeit von Mercedes sieht Verstappen Red Bull längst nicht so weit hinten, wie es die Gesamtwertung vermuten lässt: "Der Abstand ist nicht so groß. Im Quali ist er es manchmal. Aber in Baku, als wir den Windschatten der anderen nicht hatten, der dir drei oder vier Zehntel bringt, haben eigentlich nur ein oder zwei Zehntel gefehlt."

Verstappen hofft auf Red Bulls Barcelona-Updates

Für Barcelona hat Red Bull kein großes B-Spec des RB15 aufgefahren, wie es in der Vergangenheit der Fall war. Diesmal gibt es nur die üblichen Upgrades für Front- und Heckflügel. "Ich hoffe einfach, dass wir den Rückstand etwas verringern können", so Verstappen.

"Ich erwarte nicht, dass wir an ihnen vorbeiziehen werden. Aber ich freue mich über alle neuen Teile, die Performance bringen und nehme die natürlich gerne. Aber die anderen bringen natürlich auch neue Teile. Hoffen wir also, dass unsere etwas besser funktionieren."


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