Jenson Button und das British American Racing Team waren die Überflieger des vergangenen Jahres. Aber die Formel 1 ist ein schnelllebiges Geschäft und keiner kann dies besser bestätigen als die britisch-amerikanische Truppe, die zu Saisonbeginn noch vom ersten GP-Sieg und einer Chance auf den WM-Titel träumte.

Doch nach einigen Zuverlässigkeits- und Performance-Problemen sowie einer Rennsperre müssen die Weißen froh sein nach elf Rennen nicht mehr am Ende der Konstrukteurstabelle zu liegen. Vom ersten Sieg möchte Jenson Button, trotz der Hoffnungen seines Teamchefs Nick Fry und seines Honda-Motorenchefs Shuhei Nakamoto, derzeit nichts wissen.

"Ich glaube nicht, dass es in diesem Jahr klappen wird", gab sich Button wenig euphorisch. "Wir sind zu weit hinten. Acht Zehntel sind viel."

So werde es zwar Strecken wie Monza geben, auf denen die Aerodynamik nicht so entscheidend und man näher dran sei, aber für einen Sieg "ist das Auto in diesem Jahr nicht gut genug".

Als Grund gibt JB hierfür das neue Reglement an, welches durch die Aerodynamikbeschneidung die beiden besten Teams des Vorjahres, eben British American Racing und Ferrari, weit zurückfallen ließ. "Wir sind nicht dort, wo wir sein möchten. Wir sind nicht konkurrenzfähig genug. Deswegen ist es zwar schön Punkte zu holen, aber es ist auch etwas frustrierend, da wir nicht so schnell sind wie wir es gerne wären."

Nachdem man also lange Zeit über nicht gewusst hat, wo man im Vergleich zur Konkurrenz wirklich steht, musste man zur zweiten Saisonhälfte erkennen, dass "wir einen langen Weg zu McLaren und Renault zurückzulegen haben. Mein Ziel ist es uns weiter zu verbessern und näher heranzukommen. Und wenn sie ausrutschen können wir vielleicht einen Podestplatz abstauben."

Innerhalb einer Halbsaison sind die Ansprüche von Jenson Button also vom Sieg beim Saisonauftakt zu einem glücklich abgestaubten Podestplatz herabgesunken.