Formel 1

Formel 1, Australien 2019: Hamilton auf Pole, Vettel chancenlos

Lewis Hamilton startet beim ersten Formel-1-Rennen 2019 in Melbourne von der Pole. Mercedes dominiert Qualifying. Sebastian Vettel im Ferrari Dritter.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat sich für das erste Rennen 2019 in Australien die Pole Position gesichert. Für ihn ist es die 84. Pole der Karriere. Der Mercedes-Pilot lieferte sich im Qualifying ein hartes Duell mit Teamkollege Valtteri Bottas. Ferrari und Red Bull blieben auch am Samstag weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Sebastian Vettel landete mit großem Rückstand hinter dem Mercedes-Duo. Max Verstappen ließ als Vierter Charles Leclerc hinter sich.

Die Haas-Piloten Grosjean und Magnussen eröffneten das entscheidende Q3 auf dem Albert Parc Circuit. Hamilton und Bottas folgten dicht dahinter. Bottas entschied den ersten Schlagabtausch mit 1:20.598 Minuten klar für sich, brummte dem Teamkollegen dabei fünf Zehntel auf. Vettel reihte sich mit sechs Zehnteln Rückstand auf Platz drei ein, Leclerc und Verstappen komplettierten den Reigen der Top-Teams.

Die finalen Runs wurden von Hamilton eröffnet. Der Champion begann im ersten Sektor, welchen er im ersten Run nicht optimal erwischt hatte, gleich mit einer neuen absoluten Bestzeit. Mit einer Zehntel Vorsprung entriss er Bottas mit einer Fabelrunde die Bestzeit. Dem Finnen gelang keine Verbesserung. Vettel und Leclerc wurden im letzten Moment von Verstappen gesplittet.

Hinter den Piloten der Top-Teams übernahm Haas im Mittelfeld das Kommando. Grosjean und Magnussen sicherten sich die Startplätze sechs und sieben. Rookie Lando Norris überraschte im McLaren als Achter. Alfa-Romeo-Pilot Kimi Räikkönen und Racing-Point-Mann Sergio Perez komplettierten die Top-10.

Qualifying - Session 3
Zwischenfälle: -
Top-5: Bottas, Hamilton, Vettel, Verstappen, Leclerc

Q2 in Australien: Renault-Piloten gehen K.o.

Das war Q2: Das zweite Segment wurde von Hamilton eröffnet, dicht gefolgt von Vettel, Lerclerc und Bottas. Alle Teams setzten im Q2 auf den Soft-Reifen. Der erste Schlagabtausch ging an Bottas, der mit 1:21.241 eine Fabelzeit hinlegte. Hamilton hingegen hatte mit Verkehr zu kämpfen und verlor über eine halbe Sekunde. Leclerc reihte sich als Zweiter hinter Bottas ein, Vettel war nach den ersten Runs Vierter.

Im Mittelfeld übernahm Räikkönen als Fünfter das Kommando. Der Finne verlor eine Sekunde auf die Bestzeit. Hinter ihm folgte Magnussen im Haas. Dessen Teamkollege kam auf seinem ersten Run nicht zurecht. Grosjean verbremste sich in der vorletzten Kurve und landete zunächst außerhalb der Top-10. Auch Giovinazzi war als 14. abgeschlagen. Er übertrieb es, als er in Turn 12 weit ging und Zeit verlor.

Verstappen ging spät auf seinen ersten Run, schob sich mit 1:21.712 Minuten dafür aber an die zweite Position hinter Bottas. Drei Minuten vor Schluss ging das Feld für den finalen Schuss im Q2 auf die Strecke. Auf den K.o-Plätzen befanden sich Grosjean, Kvyat, Albon, Giovinazzi und Norris.

Hamilton erwischte diesmal eine freie Runde. Das Resultat war eine neue Bestzeit. Mit 1:21.014 Minuten nahm er Bottas zwei Zehntel ab. Dem Stallgefährten gelang eine minimale Verbesserung, dahinter änderte sich nichts. Ferrari beendete die letzten Runs nicht. Vettel ging in Turn 12 weit und rodelte durchs Kiesbett. Das Auto wurde laut Information des Teams dabei aber nicht beschädigt.

Grosjean splittete al Fünfter das Scuderia-Duo. Magnussen, Räikkönen, Norris und Perez komplettierten die Top-10. Eine große Enttäuschung war das Q2 für Renault. Hülkenberg und Ricciardo schieden auf den Plätzen elf und zwölf beide aus. Ebenfalls aussteigen mussten Albon, Giovinazzi und Kvyat.

Qualifying - Session 2
Zwischenfälle: Vettel ging in Turn 12 weit und musste durchs Kiesbett
ausgeschieden: Hülkenberg, Ricciardo, Albon, Giovinazzi, Kvyat
Top-5: Hamilton, Bottas, Verstappen, Leclerc, Grosjean

Q1 in Australien: Rookies überraschen, Red Bull enttäuscht

Das war Q1: McLaren-Rookie Norris eröffnete das erste Qualifying der Saison 2019, dicht gefolgt vom Williams-Duo. Ferrari schickte kurz darauf als erstes der Top-Teams beide Autos auf die Strecke. Vettel und Leclerc gingen als einzige Piloten auf dem Medium-Reifen auf ihre ersten Runs. Kurz darauf verließen auch Hamilton und Bottas ihre Garagen. Bei Mercedes setzte man auf die Soft-Mischung.

Vettels erste Rundenzeit war mit 1:23.891 Minuten noch keine Ansage. Stattdessen entschied Kvyat den ersten Schlagabtausch für sich, gefolgt von Giovinazzi und Räikkönen. Mercedes übernahm mit Bottas vor Hamilton im ersten Anlauf die Spitze. Die Ferrari-Piloten verbesserten ihre Rundenzeiten im zweiten Run. Vettel reihte sich hinter den Silberpfeilen ein.

Hinter dem Deutschen waren mit Perez und Hülkenberg zunächst zwei der Hauptdarsteller aus dem Mittelfeld in der Verfolgerrolle der WM-Favoriten. Red Bull reihte sich mit Gasly und Verstappen dahinter ein. Fünf Minuten vor Schluss übernahm Hamilton mit 1:22.043 Minuten die Spitze. Bottas verbesserte seine Zeit ebenfalls, verlor aber drei Zehntel auf den Teamkollegen.

Während Vettel mit seiner Zeit auf Medium das Q2-Ticket löste, musste Leclerc in der Schlussphase noch einmal auf Soft ran. Der Monegasse ging auf Nummer sicher und zog mit einer neuen Bestzeit nach. Mit Giovinazzi, Norris und Albon machten drei der vier Rookies die Top-10 unsicher.

Auf den K.o.-Plätzen ging es in den letzten Sekunden richtig rund. Stroll und Sainz retteten sich zunächst, mussten zum Schluss aber wie das Williams-Duo trotzdem Feierabend machen. Der fünfte K.o.-Pilot war eine faustdicke Überraschung: Red Bull verlor mit Gasly schon im ersten Segment ein Auto.

Qualifying - Session 1
Zwischenfälle: Kubica touchierte ausgangs Turn 10 die Mauer und zerstörte sich den rechten Hinterreifen
ausgeschieden: Stroll, Gasly, Sainz, Russell, Kubica
Top-5: Leclerc, Hamilton, Bottas, Giovinazzi, Kvyat

Das Wetter: Die Piloten fanden für das erste Zeittraining des Jahres Sonnenschein und perfekte Bedingungen vor. Bei 23 Grad Celsius Außen- und 39 Grad Celsius Streckentemperatur waren die Voraussetzungen nahezu identisch mit denen des Trainingstages.


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