Formel 1

Formel 1: So schwören sich Vettel & Ferrari auf Australien ein

Sebastian Vettel, Charles Leclerc und Ferrari reisen als Top-Favorit zum Formel-1-Saisonstart 2019 nach Melbourne. Geist der Vergangenheit soll helfen.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Der Formel-1-Saisonstart 2019 steht unmittelbar vor der Tür. Wenn am kommenden Wochenende die Motoren im Albert Park von Melbourne wieder dröhnen, dann ist beim Australien GP anders als in den meisten Vorjahren genau ein Team recht klar erster Anwärter auf den Auftaktsieg: Ferrari.

Sebastian Vettel: Melbourne perfekt für Formel-1-Saisonstart

Nach bärenstarken Wintertestfahrten mit ihrem SF90 gehen Sebastian Vettel und sein neuer Teamkollege Charles Leclerc wenigstens als Favorit in die neue Saison, für manch einen Beobachter sogar als Top-Favorit. "Ich halte Melbourne für den perfekten Ort, um die Meisterschaft zu beginnen", sagt Vettel vor dem ersten Saisonrennen.

Ja, vor dem ersten Saisonrennen. Die Aussage Vettels stammt nicht noch von der letzten Testwoche in Barcelona, sondern aus einer offiziellen Ferrari-Presseaussendung zur Vorschau auf den Saisonstart. Ja, richtig gehört - eine echte Vorschau, nicht nur die kurzen, oft wenig sagenden, Streckenvorstellungsclips der Vorjahre. Auch das gehört 2019 jetzt ganz offensichtlich zur neuen 'Scuderia Ferrari'.

Ferrari: Die Statistik beim Australien GP

Stat Anzahl
Starts 35
Siege 9
Poles 6
Schnellste Runden 9
Podien 16

In dem für bisherige Ferrari-Verhältnisse extrem umfangreichen Material liefert die Scuderia einen kurzen historischen Abriss ihrer Geschichte beim Australien GP, Statistiken und durchaus brauchbare Aussagen von Sebastian Vettel, Charles Leclerc und Teamchef Mattia Binotto.

Vettel: Gelingt das Sieg-Triple in Australien?

Vettel bringt dabei gleich alles Vorherige zusammen, also Statistik und Geschichte. Die jüngere Historie schaut sich der Heppenheimer ohnehin gerne an. Denn die macht richtig Mut für 2019. "Ich habe großartige Erinnerungen an diese Strecke. Natürlich sind die besten die beiden vergangenen Jahre, da wir beide Male gewonnen haben", sagt der insgesamt dreifache Australien-Sieger.

Formel 1 2019: Der große Saisonausblick: (35:58 Min.)

"Aber ich habe auch Erinnerungen an mein erstes Podium mit Ferrari überhaupt, das war hier 2015 bei meinem Debüt mit der Scuderia", ergänzt Vettel. Lässt der Deutsche 2019 sogar den dritten Ferrari-Sieg in Serie folgen, würde Vettel gleichziehen mit Rekordsieger Michael Schumacher.

Charles Leclerc: Sieg beim Ferrari-Debüt wie Vorgänger Räikkönen?

Doch muss die Scuderia-Saisonstart-Serie nicht einmal durch Vettel fortgeführt werden. Wie wäre es denn, wenn Charles Leclerc seinen Vorgänger Kimi Räikkönen kopiert und gleich sein erstes Ferrari-Rennen überhaupt gewinnt? Davon spricht der Monegasse nicht, freut sich einfach auf einen ganz besonderen Moment seiner noch extrem jungen F1-Karriere.

"Natürlich wird es ein sehr spezielles Rennen für mich. Es wird mein Debüt mit Ferrari und allein deshalb wird dieser Australien GP einzigartig", sagt Leclerc. "Dabei habe ich schon gute Erinnerungen an Melbourne, denn es war der Albert Park, wo ich im vergangenen Jahr mein Formel-1-Debüt gegeben habe."

Leclerc will Lohn für harte Arbeit

Völlig ohne Zielvorgabe kommt der Youngster jedoch nicht aus: "Ich bin zufrieden damit, wie die Testfahrten liefen und kann es jetzt kaum erwarten, auf die Strecke zu kommen. Denn das ist das Rennwochenende, an dem wir uns mit einem guten Ergebnis den Lohn für all die harte Arbeit im Winter abholen wollen."

Formel 1 2019: Bilanz der Wintertestfahrten in Barcelona: (29:15 Min.)

Besonders nennt unterdessen auch Teamchef Binotto den Australien GP. Das sei der Saisonstart immer. "Dieses Jahr noch mehr, weil wir 2019 den 90. Geburtstag der Scuderia Ferrari feiern", so der Teamchef. Zugleich versucht der neue Ferrari-Leader aber sofort wieder Druck von den Schultern seiner Piloten zu nehmen.

Ferrari-Teamchef mahnt: Konkurrenz sehr, sehr stark

"Wir freuen uns eine Paarung herausragender Fahrer wie Sebastian und Charles zu haben", sagt er zwar, doch verweist Binotto auch darauf, dass die Scuderia bei Weitem nicht so klar in Front liegen muss wie viele denken. "Nach den Wintertests will das ganze Team jetzt raus an die Strecke und sich mit unseren Gegnern messen, von denen wir wissen, dass sie sehr, sehr stark sind", mahnt der Ferrari-Teamchef.

Das gelte insbesondere für den weiteren Saisonverlauf. Erst im Vorjahr hatte Ferrari ja auch stark angefangen, aber auf halben Weg plötzlich auch stark nachgelassen. "Wir kommen jetzt zur ersten einer langen Folge von Etappen", weiß Binotto deshalb. "Unsere Aufgabe ist es, unseren Rivalen, die sich vergangenes Jahr als stärker erwiesen haben, das Leben schwer zu machen. Diese Saison wird sehr fordernd. Es ist wichtig, dass wir stark beginnen, aber wir müssen uns bewusst sein, dass wir noch 21 genauso wichtige Läufe vor uns haben."

WM-Tipps: Wer wird Formel-1-Weltmeister 2019?: (16:41 Min.)


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