Fernando Alonso kommt als WM-Leader nach Hockenheim und wird auch ganz sicher als WM-Leader Hockenheim wieder verlassen. In der Teamwertung könnte theoretisch McLaren die Spitze übernehmen - dazu bräuchte es aber einen Doppelsieg der Silberpfeile und eine Nullrunde für die Franzosen. "McLaren-Mercedes wird beim Heimrennen natürlich besonders motiviert sein - wir wissen also, dass es einen harten Kampf geben wird", sagt Alonso. Naturgemäß empfindet der Spanier sein Renngefährt auch nicht unbedingt als zweitklassig - ganz im Gegenteil: "Meine letzten beiden Rennen waren sehr stark, und auch in Hockenheim wird der R25 sehr konkurrenzfähig sein. Wir haben einige neue Teile am Auto, die uns etwas mehr Performance bringen. Und ich denke, die Strecken-Charakteristik des Hockenheimrings schmeckt unserem Fahrzeug."
Daher sind die Ziele und Vorgaben des "Magiers" recht simpel zu erklären: "Wir müssen nur das Maximum herausholen - vom Training am Freitag bis zum Ende des Rennens. Konsistent bleiben. Und so viele Punkte wie möglich nachhause bringen." Eine einfache Rechnung - mit einem haltbaren Fahrzeug ist dies auch kein Problem...
Ein haltbares Fahrzeug und keine Technikprobleme möchte auch Giancarlo Fisichella recht gerne. Das Pech scheint immer noch an seiner Seite zu kleben. In Silverstone wäre ohne den Problemen beim zweiten Boxenstopp ein Podestplatz möglich gewesen. In manchen Medien wurde geschrieben, "Fisico" würde bei Renault benachteiligt werden. "Das ist wirklich frustrierend, dies zu hören. Ich kann nicht verstehen, wie manche Leute denken können, dass man im Kampf um die Konstrukteursweltmeisterschaft ein Auto bevorzugen könnte", sagt der WM-Siebente.
In Hockenheim ist die Traktion besonders wichtig - das ist auch in Monaco der Fall, und dort hatte Fisichella Probleme mit seinen Reifen. "Wir haben verstanden, was in Monaco passiert ist, haben die Gründe herausgefunden - es geht um die Gewichtsverteilung und um die Traktionskontrolle. In Kanada braucht man auch eine gute Traktion und da gab es keine Probleme...", wischt der Römer diese Bedenken vom Tisch.
Technikdirektor Rob Bell erklärt, worauf es im zweiten Teil dieser Saison ankommt: "Auf die Standfestigkeit, ganz einfach. Beide Autos in den Punkterängen ist das Minimum - doch in der Realität müssen wir beide Fahrer auf das Podium bekommen." Das hat auch einen Grund: "Wir können sicher nicht erwarten, dass McLaren die zuletzt gezeigte Unzuverlässigkeit fortsetzen wird."

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