Formel 1

Formel 1, Japan: Hamilton im 2. Training unantastbar

Lewis Hamilton hat in Suzuka auch im zweiten Training die Bestzeit markiert. Der Mercedes-Pilot distanzierte WM-Rivale Sebastian Vettel im Ferrari deutlich.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Im zweiten Training der Formel 1 in Suzuka dominierte wieder einmal Mercedes. Weltmeister Lewis Hamilton deklassierte neben Teamkollege Valtteri Bottas auch die Konkurrenz von Ferrari und Red Bull. Hamiltons WM-Rivale Sebastian Vettel wies als Dritter einen beträchtlichen Rückstand auf die Silberpfeile auf.

Die Platzierungen: Hamilton fuhr auf Pirellis Supersoft-Reifen mit 1.28.217 Minuten die schnellste Zeit am Trainingsfreitag in Suzuka. Bottas verlor auf der gleichen Reifenmischung eine knappe halbe Sekunde auf den Stallgefährten. Nach einem Fehler auf seiner ersten fliegenden Runde benötigte der Finne allerdings einen zweiten Versuch auf der weichsten Reifenmischung.

Vettels Rückstand auf die Bestzeit Hamiltons war mit über acht Zehnteln bedenklich. Der Ferrari-Pilot ging nach etwa einer halben Stunde als erster Fahrer mit dem Supersoft-Reifen auf Zeitenjagd, blieb aber selbst dabei noch anderthalb Zehntel hinter Hamiltons zuvor auf Soft gefahrenen Rundenzeit.

Hinter dem Heppenheimer landete Max Verstappen im Red Bull, der nur zwei Zehntel langsamer war und damit in Schlagdistanz zum Ferrari-Fahrer lag. Kimi Räikkönen und Daniel Ricciardo landeten nahezu zeitgleich auf den Plätzen fünf und sechs, waren dabei jedoch 1,2 Sekunden langsamer als Hamiltons Bestzeit.

Dahinter setzte sich Esteban Ocon im Force India gegen die Mittelfeldkonkurrenz durch. Der Franzose war vier Zehntel schneller als sein erster Verfolger Romain Grosjean. Die Top-10 komplettierten Marcus Ericsson und Brendon Hartley. Schlusslicht waren abermals die Autos von McLaren und Williams.

Reaktionen: Neues Qualifying-Format? - Formel 1 2018: (6:18 Min.)

Die Zwischenfälle: Die Fahrerstrecke von Suzuka war auch im Training wie gewohnt eine Herausforderung. Die seit einigen Jahren asphaltierten Auslaufzonen bewahrten die Piloten jedoch vor größeren Konsequenzen. Charles Leclerc war bereits nach zehn Minuten in der Spoon-Kurve neben der Strecke.

Später hatten vor allem auf den Qualifying-Runs einige Fahrer ihre Probleme mit den Track Limits. Bottas ging nach einer absoluten Bestzeit im ersten Sektor ausgangs der zweiten Degner-Kurve weit und musste seine erste Runde auf Supersoft abbrechen. Ricciardo ging ebenfalls an dieser Stelle weit.

Räikkönen schmiss wie Bottas einen Run auf Supersoft-Reifen weg, als er beim Anbremsen auf die Schikane die Wiese touchierte und dabei Zeit verlor. Der Iceman war wenige Minuten später nochmal deutlich am Limit, als er beim Herausbeschleunigen auf die Start- und Zielgerade zu weit ausholte und wieder mit zwei Rädern die Grasnarbe touchierte.

Im FP2 ging es zwischen den Piloten auch ein paar Mal enger zu. Zunächst musste Ocon dem McLaren von Vandoorne ausweichen. Der Belgier hatte seinen Konkurrenten zunächst überholt, verlangsamte dann jedoch plötzlich beim Herausbeschleunigen aus der Hairpin. In der Schikane kam es fast zeitgleich zum Duell zwischen Charles Leclerc und Sergey Sirotkin. Der Sauber-Pilot wollte überholen, Sirotkin beharrte jedoch auf seine Track Position und blieb nach einer Rad-an-Rad-Fahrt durch die Schikane vorne.

Das Wetter: Entgegen der Wettervorhersage blieb es in der Nachmitagssession am Freitag trocken. Zwar hing eine dunkle Wolkendecke über Suzuka, der Regen blieb jedoch fern. Bei 23 Grad Celsius Außentemperatur war es deutlich wärmer als angenommen. Die Asphalttemperatur betrug 28 Grad.


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