Formel 1

Formel 1 Kanada 2018: Sebastian Vettel erklärt lange Wartezeit

Sebastian Vettel verweilte zu Beginn des zweiten F1-Trainings in Montreal ewig in der Ferrari-Box. Die Fans machten sich Sorgen. Das war los.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Für Ferrari-Pilot Sebastian Vettel lief der Start in das Formel-1-Rennwochenende in Kanada suboptimal. Im ersten Training auf der temporären Rennstrecke in Montreal ging es ohnehin nicht um viel, war nicht viel zu lernen. Vettel: "Die Strecke war recht rutschig und es hat etwas gedauert, den Rhythmus zu finden", berichtet Vettel.

Genau das war auch am Nachmittag schwierig. "Mit den roten Flaggen ist allen etwas Streckenzeit abgegangen", erklärt Vettel. Doch Moment mal. War das wirklich das einzige Problem, dass die Session des Ferrari-Fahrers gestört hatte? Nein. Vettel fuhr erst sehr spät im zweiten Training, das er am Ende noch als Vierter mit rund acht Zehnteln Rückstand auf die Bestzeit Max Verstappens beendete, aus der Garage.

Vettel: Ferrari hat in Mittagspause einfach länger gebraucht

Und das erst nur für Installationsrunden. Erst in der zweiten Hälfte des FP2 griff Vettel so richtig ins geschehen ein, fuhr jedoch nicht einmal einen Short Run auf Hypersoft und drehte insgesamt satte 18 Runden weniger als Teamkollege Kimi Räikkönen, der noch dazu als Zweiter deutlich weiter vorne und mit viel geringerem Rückstand auf Red Bull landete.

Was also war los bei Vettel? Problem an der neuen Power Unit? "Was den Motor anging, ging alles nach Plan", winkt Vettel ab. Ohnehin merke man freitags noch nicht viel von dem Upgrade. Logisch: Wirklich aufgedreht wird in der Formel 1 erst im Qualifying. Doch was war dann das Problem? Wer etwas genau hinsah, sah die Ferrari-Crew eifrig vor allem an der vorderen Aufhängung des SF71H arbeiten - und das schon lange vor dem Start der zweiten Session.

Sebastian Vettel: Müssen in Kanada noch Arbeiten

Wurde also einfach umgebaut? Setup-Wechsel. Ganz konkret benennt Vettel den Grund der Wartezeit jedoch nicht, gibt jedoch Entwarnung, es könne sich um ein Problem gehandelt haben. "Wir hatten über Mittag einfach etwas Verspätung. Dann hat es einfach ein bisschen gedauert", berichtet Vettel.

"Die rote Flagge hat uns dann auch nicht wirklich geholfen. Aber alles in allem war es schon okay. Uns fehlen vielleicht noch ein paar Runden, aber ich denke wir können uns noch steigern", ergänzt der Deutsche. Das sei wie so oft an Vettel-Freitag auch nötig: "Das Auto ist noch nicht ganz da, wo ich es haben will. Wir sind noch nicht dabei. Ich bin mit dem Auto nicht zufrieden. Die Balance ist noch nicht da. Auch ich selbst muss noch am Rhythmus feilen, ich habe die Runden noch nicht ganz getroffen", sagt Vettel.

Vettel: Großer Sprung ist für Ferrari wieder drin

Das Kräfteverhältnis vermag der Formel-1-Pilot angesichts des nicht wirklich regulären Tages entsprechend noch weniger einzuschätzen als sonst. Er hoffe jedenfalls, am Samstag um die Pole in Kanada kämpfen zu können. "Aber heute sind wir nicht der Favorit. Ich glaube der Kimi war aber besser dran auf eine Runde. Vielleicht ist er ja der Favorit! Ich bin es heute noch nicht", meint Vettel.

Formel 1 2018: Vorteil durch Motor-Upgrades in Kanada?: (07:06 Min.)

Das könne sich jedoch auch ganz schnell ändern, beruhigt der vierfache F1-Weltmeister: "Wir brauchen noch etwas mehr Zeit, um das ganze Bild zu verstehen. Wenn aber alles zusammen kommt, auch mit dem Motor, dann kann uns ein großer Sprung gelingen."


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