Formel 1

Formel 1, Australien 2018: Hamilton holt erste Bestzeit

Neue Saison, bekannt Spitzenreiter: Mercedes und Lewis Hamilton gaben im 1. Training in Australien die Pace vor. Was sonst noch los war...
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Die neue Formel-1-Saison 2018 läuft! 117 Tage nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi eröffneten die 20 Piloten das 1. Freie Training des neuen Jahres im Albert Park zu Melbourne. Nach der längsten Anreise des Jahres und über 17.000 Flugkilometern für die englischen Teams geht es also endlich wieder los. Die erste F1-Bestzeit 2018 ging im Rahmen des Großen Preises von Australien (das Rennen am Sonntag ab 07:10 Uhr live im TV auf RTL, ORF, SRF und im Motorsport-Magazin.com Live-Ticker) standesgemäß an den amtierenden Weltmeister Lewis Hamilton, der sich in seinem Mercedes an die Spitze der Zeitentabelle setzte.

Die Platzierungen: Die neue Formel-1-Saison begann genauso wie 2017: mit einer Doppelführung für die Silberpfeile. Wie schon im Vorjahr setzten sich Lewis Hamilton und Valtteri Bottas im 1. Training der Saison an die Spitze der Zeitenliste. Der viermalige Champion war in 1:24.026 Minuten dabei knapp zwei Zehntel schneller als seine Vorjahresbestzeit in der ersten Session des Jahres. Im Vergleich zu seinem finnischen Teamkollegen war Hamilton eine halbe Sekunde schneller.

Die Rolle des ersten Verfolgers übernahm vorerst Red Bull. Hier fuhr Max Verstappen als Dritter drei Zehntel schneller als sein Teamkollege und Lokalmatador Daniel Ricciardo, der sich auf Platz sechs einreihte. Beide hatten sieben Zehntel respektive eine Sekunde Rückstand auf die Bestzeit des Weltmeisters. Ferrari reihte sich auf den Plätzen vier und fünf für Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel ein. Sie hatten beide rund neun Zehntel Rückstand.

Im Kampf der Geheimfavoriten setzte sich Haas in Person von Romain Grosjean durch. Der Franzose fuhr mit 1,7 Sekunden Rückstand auf Hamilton auf Platz sieben - einen Platz vor Fernando Alonso sowie Carlos Sainz im besten Renault. Dessen Teamkollege Nico Hülkenberg belegte 2,5 Sekunden hinter dem Schnellsten Rang 13.

Die Zwischenfälle: Der erste Dreher, der erste Abflug, der erste Unfall, der erste Mauerkuss, der erste richtige Ausflug in die Wiese oder das Kiesbett (Kevin Magnussen testete das Grün noch etwas halbherzig) in dieser Saison lassen noch auf sich warten. In einem relativ ereignislosen 1. Freien Training gab es am Freitagvormittag keine Zwischenfälle zu vermelden.

Dafür gab es bei McLaren ein von den Testfahrten sowie aus den vergangenen Jahren bekanntes Bild: wenig Fahrzeit, viel Standzeit in der Box. Stoffel Vandoorne und Fernando Alonso kamen in den 90 Trainingsminuten nur auf 14 respektive 15 Umläufe auf dem Albert Park Circuit. Beim Spanier sorgten Auspuffprobleme für den verzögerten Dienstbeginn.

Das Rennwochenende: Der Australien Grand Prix markiert seit Jahrzehnten mit wenigen Ausnahmen traditionell den Saisonstart für die Formel 1. Entsprechend bot das Rennen im Albert Park zu Melbourne schon oft die erste Gelegenheit, neue Regeln erstmals im Einsatz zu erleben. So zum Beispiel den neuen Cockpitschutz Halo, der ab dieser Saison verpflichtend auf allen F1-Boliden anzutreffen ist.

Ebenfalls neu ist die erhöhte Haltbarkeit, die die Power Unit-Komponenten in dieser Saison an den Tag legen müssen. Diese wirkte sich auch schon im 1. Freien Training des Jahres auf den Fahrbetrieb aus, der wie aus der Vergangenheit gewohnt teilweise zu wünschen übrigließ, weil die Teams ihre Motoren schonten. An der Reifenseite kommen an diesem Wochenende die ultraweichen, die superweichen und die weichen Reifen aus dem Sortiment von Pirelli zum Einsatz.

Eine weitere Premiere gab es in Melbourne bei den DRS-Zonen: Zum ersten Mal seit der Einführung der Überholhilfe per Klappflügel gibt es auf einer Rennstrecke drei DRS-Zonen. Die neue DRS-Zone beginnt kurz nach Kurve zwölf und endet vor Kurve dreizehn. Die anderen beiden DRS-Zonen befinden sich auf Start- und Ziel sowie zwischen Kurve zwei und drei. Die zusätzliche DRS-Stelle soll zu mehr Überholmanövern führen. Denn trotz zwei DRS-Zonen gab es bei Vettels Auftaktsieg 2017 in Australien nur sechs Manöver (drei mit und drei ohne DRS).


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter