Formel 1

Formel 1 2018: Revolution bei Startzeiten geplant?

Die Formel 1 plant die nächste Mini-Revolution: Die neuen F1-Chefs wollen den Rennstart schon 2018 von 14:00 Uhr auf 15:10 Uhr verschieben.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Rasend schnell ist nicht nur die Formel 1. Auch die Welt um die F1 herum bewegt sich mit Lichtgeschwindigkeit. Das hat der neue Rechteinhaber Liberty Media erkannt. Seit der Absetzung von Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone bleibt bei Vermarktung und TV kaum ein Stein auf dem anderen. Der neueste Plan: Die Startzeiten sollen sich ändern.

Bislang starten die Rennen in der Regel um 14:00 Uhr Ortszeit. Einige Rennen starten früher oder später, um sich den Zeitverschiebungen anzupassen oder um anderen Großevents aus dem Weg zu gehen. Der Plan der neuen Formel-1-Bosse um Chase Carey und Marketing-Boss Sean Bratches ist es nun laut BBC, die Rennen eine Stunde später zu starten.

Hintergrund der Neuerung ist, in anderen Märkten zu attraktiveren Uhrzeiten stattzufinden. In Amerika beispielsweise müssten die Zuseher eine Stunde später für die Formel 1 aufstehen als bisher.

Kritiker entgegen allerdings, die Formel 1 würde sich mit diesen Startzeiten eher selbst aus dem Weg gehen. Vor allem im deutschen Markt dürfte sie damit an Marktanteil verlieren, weil sie dadurch stärker mit Fußball konkurriert. Der bisherige Slot ist im Fernsehen bisher relativ schwach besetzt.

FIA: Neuer Formel-1-Zeitplan für mehr Flexibilität

Bereits im Dezember informierte die FIA nach der Sitzung des Motorsportweltrats darüber, dass der Eventzeitplan geändert wird, um die Flexibilität zu erhöhen. Was genau sich jedoch hinter der genannten 'Flexibilität' verbirgt, verriet die FIA in ihrem Statement nicht.

Beim USA GP 2017 machte sich die Formel 1 in ihrem Kernmarkt Europa nicht unbedingt Freunde, als sie das Qualifying mehrere Stunden später als üblich abhielt, damit die Fans vor Ort nach Qualifying-Ende nicht so lange auf das anschließende Konzert von Justin Timberlake warten mussten.

Inwiefern Nacht GPs wie Singapur und Abu Dhabi betroffen sein sollen, ist unklar. In Abu Dhabi bleibt der Rennstart wohl identisch, um auch weiterhin dem Sonnenuntergang entgegenzufahren. In Singapur kann die Startzeit nicht mehr stark nach hinten geschoben werden, weil man sonst die lokalen Fans verlieren würde. In Bahrain hingegen wäre das noch möglich.

Der Frankreich GP könnte beim Comeback in Paul Ricard komplett aus dem Rahmen fallen. Um der Fußball-Weltmeisterschaft etwas aus dem Weg zu gehen, soll das Rennen erst um 16:10 Uhr Ortszeit starten.


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