Formel 1

Formel 1 - Hamilton: Falsche Strecke für Frankreich-GP

Nach neun Jahren Pause kehrt die Formel 1 wieder nach Frankreich zurück. Doch nicht auf den Traditionskurs in Magny Cours. Das stinkt Lewis Hamilton.
von Manuel Schulz

Motorsport-Magazin.com - 2018 findet der erste Frankreich GP seit 2008 statt. Am 24. Juni ist es soweit: Dann kehrt die Formel 1 wieder in eines der traditionsreichsten Austragungsländer zurück. Doch damit sind nicht alle glücklich, denn es geht nicht zurück nach Magny-Cours, sondern nach Paul Ricard. Dabei zählte Magny-Cours zu den Lieblingskursen vieler Fahrer.

Zu eben jenen Fahrern gehört auch Lewis Hamilton, der mit dem in Mittelfrankreich liegenden Circuit de Nevers noch eine Rechnung offen hat. 2007 fuhr der Brite in seinem ersten Jahr dort aufs Podium, ein Sieg fehlt dem Briten dort noch. Seit 1991 war Magny-Cours die Heimat des Frankreich-GP.

Nun geht es wieder nach Paul Ricard. "Ehrlich gesagt, ich mag die Strecke nicht", gab Hamilton gegenüber Canal+ zu. "Ich habe es geliebt, das Rennen in Magny-Cours zu haben. Paul Ricard ist eine schöne Gegend, aber die Strecke ist nicht so gut wie in Magny-Cours." Tradition hat der Kurs nahe Le Castellet aber auch. 1971 wurde das erste Formel-1-Rennen mit Jackie Steward als Sieger dort ausgetragen.

Insgesamt 14 Rennen fanden auf der Rennstrecke statt, die zuletzt viel mehr zur Teststrecke ausgebaut wurde. Mit einigen neuen Verbindungsstücken und Schikanen wurde der Kurs erweitert, um Testmöglichkeiten für verschiedenste Bedingungen und Strecken zu bieten. Für die Formel 1 soll der Kurs ein weiteres Mal umgebaut werden, um bessere Rennaction zu bieten.

Auch drei von den aktuellen Piloten durften die neue Strecke bereits befahren. Max Verstappen, Daniel Ricciardo und Lewis Hamilton absolvierten Pirelli-Reifentests auf dem Circuit Paul Ricard. Doch Hamilton könnte sich einen besseren Austragungsort für die Rennen der Königsklasse vorstellen.

"Frankreich hat so viele wunderschöne Kurse, wie Le Mans und aus irgendeinem Grund fahren wir nicht auf der schönsten Strecke", wundert sich der Mercedes-Pilot. Wichtiger ist für ihn aber, überhaupt ins deutsche Nachbarland zurückzukehren: "Es ist das Wichtigste, dass wir einen Grand Prix in Frankreich haben, denn es ist ein wichtiger Teil der Europa-Tournee."


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