Formel 1

Abu-Dhabi-Test, Tag 2: Sebastian Vettel mit Bestzeit und Dreher

Sebastian Vettel holte sich am letzten Testtag der Formel-1-Saison 2017 die Bestzeit. Der Ferrari-Pilot sorgte in Abu Dhabi dabei für eine Unterbrechung.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Am zweiten Testtag der Formel 1 in Abu Dhabi markierte Sebastian Vettel am Mittwoch die Bestzeit. Mit einer Rundenzeit von 1:37.551 Minuten unterbot er den Bestwert seines Ferrari-Teamkollegen vom Dienstag um zwei Zehntel. Der Vizeweltmeister sorgte zur Mittagszeit mit einem Fahrfehler für eine kurze Unterbrechung. Bei den Fahrer-Line-Ups stand erneut Robert Kubica im Fokus, der für Williams im Auto saß.

"Ich habe mich gedreht", so Vettel auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. Der viermalige Weltmeister war während der zweiten Rotphase des Tages gegen 15:00 Uhr kurzzeitig nicht auffindbar. Wenig später wechselte das Team an seinem Boliden den Heckflügel. "Ich bin in Kurve 1 mit dem Heck am Poller hängengeblieben, dabei ist hinten ein bisschen etwas kaputtgegangen", gestand er.

Hinter Vettel landeten Valtteri Bottas und Max Verstappen, die für Mercedes beziehungsweise Red Bull im Einsatz waren. Kubica pilotierte den FW40 dieses Mal nur am Nachmittag. Bis zur Mittagspause kam Sergey Sirotkin zum Einsatz, der erstmals für den Traditionsrennstall aus Grove unterwegs war. Kubica fuhr zwar nur etwas mehr als eine Stunde, 28 Runden genügten aber um mit einer Rundenzeit von 1:39.485 Minuten vor dem Russen zu landen.

Platz Fahrer Team Zeit Runden
1 S.Vettel Ferrari 1:37.551 118
2 V.Bottas Mercedes 1:38.490 141
3 M.Verstappen Red Bull 1:38.736 132
4 S.Perez Force India 1:38.818 52
5 E.Ocon Force India 1:39.148 72
6 C.Sainz Renault 1:39.444 109
7 R.Kubica Williams 1:39.485 28
8 S.Vandoorne McLaren 1:39.762 105
9 K.Magnussen Haas 1:39.810 124
10 S.Sirotkin Williams 1:39.947 86
11 C.Leclerc Sauber 1:40.666 146
12 L.Norris McLaren (Pirelli Test) 1:41.714 118
13 B.Hartley Toro Rosso 1:43.345 61
14 P.Gasly Toro Rosso 1:44.827 63

Wie am ersten Tag standen erneut Reifentests für Pirelli auf dem Programm, welche dieses Mal von McLaren-Junior Lando Norris absolviert wurden. Probleme gab es erneut beim zweiten Boliden der Briten, die zum allerletzten Mal mit den Power Units von Honda ausrückten. Nachdem Fernando Alonso am Vortag abgeflogen war, sorgte Stoffel Vandoorne für Kleinholz. Der Belgier drehte sich am Morgen in Kurve 16 und beschädigte seinen MCL32 dabei am Heck, was die erste von drei Rotphasen nach sich zog.

Sauber war an diesem Tag dank der Bekanntgabe des Alfa-Romeo-Deals eines der großen Themen im Paddock. Für die Schweizer griff Ferrari-Junior Charles Leclerc ins Lenkrad, der kommendes Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit einen der beiden Alfa Romeo Sauber pilotieren wird. Der Monegasse leistete sich am Vormittag einen kleinen Dreher, bei dem er einen Mauerkontakt gerade so verhindern konnte. Im Zeitentableau belegte er mit einer persönlichen Bestzeit von 1:40.666 Minuten Platz elf.

Technik bei den Abu-Dhabi-Testfahrten: Rücklichter und Halo 2.0

Wie am Dienstag rückten einige Teams mit dem aerodynamisch modifizierten Halo aus. Erneut war es McLaren, die in Abu Dhabi zuerst damit gesichtet wurden. Bei Toro Rosso war Pierre Gasly ebenfalls mit einem Flügel auf dem Cockpitschutz unterwegs. Das Junior-Team von Red Bull verabschiedete sich an diesem Tag ebenfalls von seinem bisherigen Motoren-Partner Renault. Ab 2018 sind die Italiener mit Honda-Power unterwegs.

Unter allerlei Messinstrumenten zu Testbeginn fiel Ferrari mit zwei Lichtern an Vettels SF70-H auf. Die Italiener versuchten offenbar, die Heckpartie des Boliden für Aufnahmen auszuleuchten. Bei Red Bull wurden neue Aufhängungsteile getestet. Eine Ausbeulung im Chassis lässt ein neues Pullrod-System vermuten, das etwas mehr Platz als das alte beansprucht.

Ferrari hatte am Heck von Vettels Auto Lichter installiert - Foto: Motorsport-Magazin.com

Kombinierte Zeiten des Formel-1-Tests in Abu Dhabi: Ferrari an der Spitze

Bei den kombinierten Rundenzeiten der beiden Testtage in Abu Dhabi markiert Ferrari geschlossen die Spitze. Dahinter wechseln sich Red Bull und Mercedes ab. Eine kuriose Randnotiz sind die persönlichen Bestzeiten der McLaren-Piloten. Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne fuhren mit 1:39.762 Minuten exakt dieselbe Rundenzeit, wobei der Belgier vorlegte und Alonso nachzog.

Platz Fahrer Team Zeit Runden
1 S.Vettel Ferrari 1:37.551 118
2 K.Raikkonen Ferrari 1:37.768 99
3 D.Ricciardo Red Bull 1:38.066 109
4 V.Bottas Mercedes 1:38.490 141
5 L.Hamilton Mercedes 1:38.551 136
6 M.Verstappen Red Bull 1:38.736 132
7 S.Perez Force India 1:38.818 52
8 E.Ocon Force India 1:39.148 72
9 R.Grosjean Haas 1:39.270 137
10 C.Sainz Renault 1:39.444 109
11 R.Kubica Williams 1:39.485 128
12 L.Stroll Williams 1:39.580 29
13 F.Alonso McLaren 1:39.762 115
14 S.Vandoorne McLaren 1:39.762 105
15 N.Hulkenberg Renault 1:39.803 85
16 K.Magnussen Haas 1:39.810 124
17 S.Sirotkin Williams 1:39.947 86
18 N.Mazepin Force India 1:39.959 90
19 C.Leclerc Sauber 1:40.666 146
20 S.Gelael Toro Rosso 1:41.428 117
21 M.Ericsson Sauber 1:41.661 97
22 L.Norris McLaren (Pirelli Test) 1:41.714 118
23 O.Turvey McLaren (Pirelli Test) 1:41.914 105
24 B.Hartley Toro Rosso 1:43.345 61
25 P.Gasly Toro Rosso 1:44.827 63

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