Formel 1

F1-Sicherheit: Formel 1 & FIA reagieren auf Brasilien-Attacken

Die Formel 1 reagiert auf die unsäglichen Überfälle auf die Teams beim Brasilien GP. FIA und F1-Bosse bringen das Thema Sicherheit auf die WMSC-Agenda.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 reagiert auf die fast schon zahllosen Überfälle am vergangenen Grand-Prix-Wochenende in Brasilien: FIA und kommerzieller Rechteinhaber bringen das Thema Sicherheit nach den schockierenden Meldungen aus Sao Paulo jetzt beim kommenden Meeting des Weltmotorsportrats (WMSC) ganz groß auf die Agenda.

WMSC soll Sicherheitskonzept für alle FIA-Serien erarbeiten

Wie der Internationale Dachverband des Automobils (FIA) am Mittwoch mitteilte, wird der kommerzielle Rechteinhaber bis dahin alle die diversen Vorfälle betreffenden Berichte und Meldungen sammeln, um diese den Mitgliedern des WMSC bei der nächsten Sitzung am 6. Dezember zu präsentieren.

"Im Sinn einer fortlaufend positiven Zusammenarbeit mit der Formel 1 wird der Rat dann erörtern, auf welche Weise ein konsistenterer und effektiverer Sicherheitsprozess bei allen Events der FIA Formel 1 Weltmeisterschaft angewandt werden kann", hieß es in einem Statement der FIA.

Die Ergebnisse sollen zudem mit den Organisatoren anderer FIA-Meisterschaften wie der Formel E und WEC geteilt werden, um die hoffentlich positiven Auswirkungen für die Sicherheit im Motorsport insgesamt zu maximieren.

Formel 1: Tägliche Attacken beim Brasilien GP

"Sicherheit ist eine gemeinsame Anstrengung und die FIA wird sich bemühen, eng mit der Formel 1 und allen ihren Stakeholdern zusammenzuarbeiten, um eine sichere Umgebung für alle zu gewährleisten, die bei den Veranstaltungen der Formel 1 arbeiten oder diese besuchen", so die FIA weiter.

Von Freitag bis Sonntag war am Formel-1-Wochenende in Brasilien vor der Strecke in Sao Paulo jeden Tag mindestens eine F1-Crew von Kriminellen attackiert worden, in einem Fall mit Erfolg. Pirelli sagte daraufhin sogar einen für Dienstag und Mittwoch geplanten Reifentest in Interlagos ab. Zahlreiche Größen aus dem Umfeld der Formel 1, darunter Fahrer und Teamchefs, forderten daraufhin die nun seitens der FIA angestoßene Sicherheitsdebatte.


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