Welchen Satz erwarten sie von Renault-Chefrenningenieur Pat Symonds nach den beiden Freitagstrainings? Genau: "Das war ein ganz normaler Standard-Freitag." Doch in Indianapolis ist alles etwas anders - auch der Freitag.

"Die ungewöhnliche Charakterstik der Strecke ist sehr anspruchsvoll für die Reifen und wir kennen den Reifentyp, den wir hier einsetzen, nicht so gut wie jenen von den normalen Standard-Strecken", begründete Symonds das Fehlen seines Standardsatzes. "Am Freitag geht es immer darum die richtige Reifenwahl zu treffen, aber heute war das noch mehr als sonst der Fall, weswegen wir viele Long Runs mit viel Sprit absolvierten um repräsentative Rennbedingungen zu simulieren."

Die Ränge neun und elf von Fernando Alonso und Giancarlo Fisichella gründen also unter anderem auf einem im Vergleich zur Konkurrenz schwereren Auto. "Wir sind in der Spitzengruppe dabei und die Autos scheinen konkurrenzfähig zu sein", fasste Motorenchef Denis Chevrier folgerichtig zusammen. Allerdings weist er auch darauf hin, dass das endgültige Kräfteverhältnis aufgrund der "unbekannten Spritmengen" noch nicht fest stehe. "Wir müssen nun bis morgen warten, um zu verstehen wie unsere wahre Leistungsfähigkeit aussieht."

Diese möchte der WM-Spitzenreiter auf alle Fälle noch durch eine Änderungen verbessern, welche auch der Balance des Autos gut tun und dem Übersteuern entgegen wirken sollen. "Ich bin mir sicher, dass wir morgen in sehr viel besserer Verfassung sein werden."

Allerdings fühlte sich auch Giancarlo Fisichellas R25 in beiden Sessions nicht perfekt an. "Wir konnten keinen Grip und keine gute Balance finden", klagte der Römer. "Unsere Performance schien nicht fantastisch zu sein, aber wir wissen natürlich nicht wie viel Sprit die anderen an Bord hatten."