Formel 1

Red Bull stimmt Projekt 'Spielberg neu' zu

Man mag es kaum glauben, doch das Projekt Spielberg ist in einer neuen Form aus der Abbruchwüste auferstanden und soll schon 2006 begonnen werden.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Es war eines der heißesten und am Ende auch verworrensten Themen des zurückliegenden Formel 1 Winters: Die Streitereien um den Abriss des österreichischen A1-Rings sowie den Neubau einer Red Bull Motorsportakademie samt Formel 1 tauglicher Rennstrecke.

Nachdem das Projekt allerdings vom Umweltsenat zu Fall gebracht worden war, meldete sich in dieser Woche Red Bull Boss Dietrich Mateschitz noch einmal zu diesem Thema zu Wort. Denn im Zuge des Wahlkampfes in der Steiermark, war das Projekt Spielberg plötzlich wieder in aller Munde.

Dabei erklärte er klipp und klar: "Entweder man macht die von uns angebotene große Lösung - oder man lässt es sein."

In einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz hat die steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic nun am Donnerstag den Start des so genannten Motorsportprojekts "Spielberg neu" verkündet. Allerdings handelt es sich dabei nicht wie von Mateschitz gefordert um eine Ermöglichung des ursprünglichen 700 Millionen Euro-Projekts, welches neben dem Bau einer neuen Rennstrecke auch die Errichtung einer Motorsport- und Luftfahrtakademie vorsah.

Stattdessen legte Klasnic eine schriftliche Zusage von Mateschitz vor, wonach seine Energy Drink Firma und weitere Industriepartner rund 100 bis 150. Mio. Euro in das neue Spielberg investieren werden.

Vorrangiges Betätigungsfeld sollen Testfahrten und Events werden, wobei die Austragung von Auto- und Motorradrennen durch den Leiter der Projektentwicklungsgesellschaft Ernst Wustinger nicht ausgeschlossen werden. So sei es das "längerfristige Ziel" auch die Königsklasse wieder in die Steiermark zu holen. Der Baubeginn soll in ungefähr einem Jahr liegen und somit eine Fertigstellung bis 2008 ermöglichen.

Noch vor Wochenfrist hatte Mateschitz in der Motorsport aktuell betont, dass eine Rennstrecke ohne die Formel 1 nicht rentabel sei . "Nur dann lässt sich der Aufwand einigermaßen rechtfertigen", stellte er klar. "Es ist nicht sinnvoll, eine Piste zu errichten, die vom Standard her nur für ein Clubrennen, die DTM oder einen Motorrad-GP reicht, den man ohnedies schwer bekommt."


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