Formel 1 - Wolff: Rosberg-Comeback bei Ferrari, warum nicht?

Kein weiteres Hamilton-Duell

Nico Rosberg zeigt bisher keine Ambitionen für eine F1-Rückkehr. Toto Wolff wollte im Rahmen des Kanada GP eine mögliche Rückkehr trotzdem nicht ausschließt.
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Motorsport-Magazin.com - Nach seinem überraschenden Rücktritt aus der Formel 1 Ende 2016 genießt Nico Rosberg seinen Ruhestand bisher offenbar in vollen Zügen. Neben vereinzelten PR-Terminen und dem einen oder anderen Tweet hört man vom amtierenden Weltmeister nicht viel. Das zweite Kind mit Frau Vivian ist unterwegs und von Racing-Ambitionen ist bei ihm bisher nichts zu sehen. Sein ehemaliger Teamchef Toto Wolff äußerte im Rahmen das Kanada GP jedoch, dass er nicht ausschließen will, dass bei Rosberg eines Tages doch noch einmal der Gasfuß juckt - und dann vielleicht sogar beim Erzrivalen.

"Ich wäre nicht überrascht, Nico eines Tages bei Ferrari oder woanders fahren zu sehen", überraschte Wolff in Montreal mit einer Aussage zu einer mögliche F1-Rückkehr Rosbergs. "Er ist erst 31 und damit immer noch jung. Vielleicht ändert er seine Meinung, wer weiß...", fügte er an. Eine Rückkehr in den Silberpfeil an der Seite Lewis Hamiltons erwartet er hingegen nicht: "Nico war nicht länger bereit, Opfer zu bringen und ein weiteres intensives Duell gegen den besten Fahrer auf der Welt zu durchleben."

Er ist erst 31 und damit immer noch jung. Vielleicht ändert er seine Meinung, wer weiß...
Toto Wolff

Im Juli wird Rosberg zunächst beim legendären Festival of Speed in Goodwood in seinem Mercedes-Boliden des Jahrgangs 2014 unterwegs sein. Einer Ehre, der er schon in den vergangenen beiden Jahren gerne nachkam. Trotz der Comeback-Wahrscheinlichkeit ist Wolff sich jedoch sicher, dass sein ehemaliger Pilot nicht wie Fernando Alonso nach der Triple Crown greifen wird. "So wie ich ihn kenne, wird er dort nicht wie Fernando kürzlich sein Glück versuchen. Es ist ein gefährliches Abenteuer", so der Österreicher.

Eine riskante Veranstaltung wie das legendäre Ovalrennen in den USA würde für Wolff angesichts Rosbergs neuem Leben keinen Sinn machen: "Er hat sich seiner Familie verschrieben." Obwohl Mercedes von der überraschenden Entscheidung seines Piloten damals nicht unbedingt begeistert war, kann Wolff diese nach wie vor nachvollziehen: "Diesen Ansatz kann ich ihm nicht vorwerfen."

Nur unmittelbar nach der internen Bekanntgabe des Rücktritts hatte der Teamchef noch versucht, Rosberg umzustimmen. "Ich sagte ihm, dass ich zu ihm kommen und wir uns treffen könnten. Aber er antwortete mir, dass es keinen Sinn machen würde", so Wolff. Zunächst fühlte sich das Team vor den Kopf gestoßen, fand dann mit Valtteri Bottas nach ausgiebiger Suche jedoch einen Ersatz für den Weltmeister.


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