Formel 1

Nebel-Chaos: Das sagen Hamilton, Vettel und Co.

Wetter-Chaos in Shanghai! Die Formel-1-Piloten konnten am Freitag kaum fahren - aber sprechen konnten sie. Die Reaktionen von Hamilton, Vettel, Kimi und Co.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Sebastian Vettel, Ferrari: "Es ist nachvollziehbar. Wenn der Helikopter nicht landen kann und dann irgendwas in die Hose geht, will man im Nachhinein nicht dastehen und sagen: Hätte man es anders gemacht... Deshalb kann man es verstehen. Es ist halt bitter, aber eine Alternative gibt's nicht."

Kimi Räikkönen, Ferrari: "Heute haben wir gar nichts gelernt. Nach der Installationsrunde wollten wir auf die Strecke, aber das Training wurde unterbrochen. Schade, aber ist für alle das gleiche. Das Wetter kann man eben nicht ändern, sowas kann passieren. Selbst wenn wir heute gefahren wären, wäre es im Nassen gewesen. Morgen soll es aber trocken sein."

Lewis Hamilton, Mercedes: "Die Strecke war absolut in Ordnung und wir hätten heute den ganzen Tag problemlos fahren können, wenn da nicht die Wolken gewesen wären. Wir müssen mit der FIA und der FOM zusammenarbeiten, um eine Lösung oder einen alternativen Plan zu finden, sollten wir zukünftig ähnliche Umstände haben."

Valtteri Bottas, Mercedes: "Für morgen sieht das Wetter glücklicherweise okay aus. Wenn es am Samstag oder Sonntag nass ist, ist das kein Drama. Wir haben ein paar Informationen über die Intermediates - mehr oder weniger so viele wie alle anderen Teams auch. Wir befinden uns also alle in der gleichen Situation. Trockene Bedingungen stellen hingegen derzeit ein Fragezeichen dar. Hoffentlich können wir morgen im 3. Training im Trockenen fahren."

Keine guten Aussichten beim Training zum China GP - Foto: Sutton

Max Verstappen, Red Bull: "Ich bin nur zwei gezeitete Runden gefahren. Aber ich führe die Zeitenliste an, das ist also positiv. Seit Australien konnten wir nichts mehr am Auto testen. Unglücklich, dass wir wegen der Verzögerungen heute nicht so viel fahren konnten wie erhofft. Ich verstehe die Hintergründe. Wegen des Wetters konnte der Helikopter einfach nicht fliegen. Und im Falle eines Unfalls ist das ein wichtiger Bestandteil unserer Sicherheit."

Daniel Ricciardo, Red Bull: "Ich verstehe, was passiert ist und unterstütze die Entscheidung. Sicherheit steht an erster Stelle. Die Streckenbedingungen waren in Ordnung. Aber wenn jemand einen Unfall gehabt hätte und der Helikopter ihn nicht ins Krankenhaus hätte bringen können, wäre das ein großes Problem gewesen. Morgen soll das Wetter ein wenig besser werden und hoffentlich können wir dann mehr fahren."

Lewis Hamilton hat Spaß mit Kappen - Foto: Sutton

Fernando Alonso: "Ich kenne die Strecke gut, ich kenne die Reifen, ich kenne das Auto. Für mich ist es also kein Problem, direkt ins Qualifying zu starten. Egal, ob wir Regenreifen oder Slicks benutzen, ich habe alle Daten schon auf meiner Festplatte!"

Nico Hülkenberg, Renault: "Ich hatte eine fliegende Runde auf Intermediates - und das war's. Wir haben den Frontflügel angepasst und ich ging auf eine weitere fliegende Runde. Dann hat es mich erwischt und ich habe mich eingangs Kurve drei gedreht. Leider endete es im Kiesbett, damit war meine Session beendet. Kurz danach wurde das Training wegen des Hubschraubers ohnehin gestoppt, wir haben also nichts verloren."

Lance Stroll, Williams: "Das war natürlich nicht ideal. Ich bin zum ersten Mal hier und fahre zum ersten Mal ein Formel-1-Auto im Nassen. Deshalb wäre ich heute gern etwas mehr gefahren. Komplett nass war es heute nicht. Ich war auf Intermediates. Als die Strecke auftrocknete, wurde es sogar ein bisschen zu trocken für sie. Hoffentlich kann ich vor dem Qualifying noch viel mehr fahren, denn ich muss noch einiges lernen."

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Es war das Bild des Tages: Lewis Hamilton winkt den Fans und wirft Kappen in die Menge. So stellen wir uns einen F1-Star vor! Hinterher fordert er eine Lösung für das Nebel-Dilemma - für die Fans. Aber wo waren die anderen Fahrer & Teams? Was wäre es für ein Bild für die F1 gewesen, wenn alle den tapferen Fans Tribut gezollt hätten? (Stephan Heublein)


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