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Formel 1 - Vielfalt auf dem Siegertreppchen

Top-7: Jahre mit den meisten verschiedenen Siegern

In welchen Jahren gab es in der Formel 1 die meisten unterschiedlichen Sieger? Motorsport-Magazin.com geht auf Zeitreise.
von Raphaela Scheidl
Top-7: Formel 1-Saisons mit den meisten Siegern: (02:08 Min.)

Mit Lewis Hamilton, Nico Rosberg, Daniel Ricciardo und Max Verstappen gab es in der zurückliegenden Formel-1-Saison gerade einmal vier unterschiedliche Sieger. Verschwindend wenig verglichen mit anderen Saisons, als die Leistungsdichte wesentlich höher war. Motorsport-Magazin.com verrät, in welchen Jahren es die meisten unterschiedlichen Sieger gab.

1982: 11 unterschiedliche Sieger in 16 Rennen

Die Formel 1 1982 in Las Vegas - Foto: Sutton

Nie in der langen Geschichte der Formel 1 gab es mehr Sieger als 1982 - elf unterschiedliche Piloten gewannen die insgesamt 16 Rennen. Je zwei Mal siegten Alain Prost, John Watson, Didier Pironi, Niki Lauda und Rene Arnoux. Einen Sieg feierten Riccardo Patrese, Nelson Piquet, Patrick Tambay, Elio de Angelis, Michele Alboreto und Keke Rosberg, dem dieser einzige Triumph dank seiner Konstanz reichte, um Weltmeister zu werden.

1975: 9 unterschiedliche Sieger in 14 Rennen

Die Formel 1 1975 in Südafrika - Foto: Sutton

Obwohl es in den 14 Rennen der Formel-1-Saison 1975 neun unterschiedliche Sieger gab, überstrahlte ein Mann alle anderen Piloten: Niki Lauda gewann fünf Mal und feierte damit überlegen seinen ersten Weltmeistertitel. Als einziger anderer Pilot durfte sich Emerson Fittipaldi über mehr als einen Sieg freuen, der Brasilianer gewann zwei Mal. Je einmal siegten Carlos Pace, Jody Scheckter, Jochen Mass, James Hunt, Carlos Reutemann, Vittorio Brambilla und Clay Regazzoni.

1983: 8 unterschiedliche Sieger in 15 Rennen

Die Formel 1 1983 in Brands Hatch - Foto: Sutton

Obwohl 1983 Alain Prost die meisten Rennen gewann, wurde nicht der vierfache Saisonsieger Weltmeister, sondern Nelson Piquet, der drei Mal gewann, hatte knapp die Nase vorne. Auch Rene Arnoux siegte drei Mal, während John Watson, Patrick Tambay, Keke Rosberg, Michele Alboreto und Riccardo Patrese die Ziellinie jeweils einmal als Erster überquerten.

1985: 8 unterschiedliche Sieger in 16 Rennen

Die Formel 1 1985 in Frankreich - Foto: Sutton

Alain Prost feierte 1985 sowohl die Rennsiege als auch Punkte betreffend überlegen seinen ersten WM-Titel. Der McLaren-Pilot gewann fünf Mal, während es kein anderer Pilot schaffte, drei Mal zu siegen. Zwei Mal beendeten Michele Alboreto, Ayrton Senna, Nigel Mansell und Keke Rosberg einen Grands Prix als Erster, je einmal Elio de Angelis, Nelson Piquet und Niki Lauda.

2003: 8 unterschiedliche Sieger in 16 Rennen

Die Formel 1 2003 in Ungarn - Foto: Sutton

Obwohl Michael Schumacher sechs Siege feierte, während Kimi Räikkönen nur einmal gewann, lieferten sich die beiden ein enges Duell um den Titel, und am Ende hatte Schumacher die Nase um nur zwei Punkte vorn. Wie Vize-Weltmeister Räikkönen gewannen auch David Coulthard, Giancarlo Fisichella sowie Fernando Alonso je ein Rennen. Zwei Mal waren Rubens Barrichello, Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher siegreich.

1977: 8 unterschiedliche Sieger in 17 Rennen

Die Formel 1 1977 in Schweden - Foto: Sutton

Auch 1977 sicherte sich Niki Lauda überlegen den WM-Titel, diesmal gewann der Österreicher allerdings nur drei Rennen, während Mario Andretti vier Grands Prix und damit die meisten der Saison gewann. Weil der US-Amerikaner aber auch sieben Mal ausschied, blieb für ihn nur Rang drei in der Gesamtwertung. Wie Lauda gewannen auch Jody Scheckter und James Hunt drei Grands Prix. Je einmal siegten Carlos Reutemann, Gunnar Nilsson, Jacques Laffite und Alan Jones.

2012: 8 unterschiedliche Sieger in 20 Rennen

Die Formel 1 2012 in Deutschland - Foto: Hockenheimring GmbH

In den ersten sieben Rennen der Saison 2012 gab es sieben unterschiedliche Sieger - Rekord in der Formel 1. Über das gesamte Jahr gesehen war Sebastian Vettel der erfolgreichste Pilot, der fünf Rennen gewann und knapp vor Fernando Alonso Weltmeister wurde. Der Spanier siegte ebenso wie Jenson Button drei Mal, während Lewis Hamilton vier Mal gewann, mit dem Titel aber nichts zu tun hatte. Über zwei Siege durfte sich Vettels Teamkollege bei Red Bull, Mark Webber, freuen. Nico Rosberg feierte seinen ersten, Pastor Maldonado seinen bis heute einzigen Sieg. Und auch Kimi Räikkönen stand einmal ganz oben auf dem Treppchen.


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