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Formel 1 / Historisches

Top-6: Die erfolgreichsten Formel-1-Debüts

Motorsport-Magazin.com hat die Top-6 der besten Debüts in der F1-Geschichte zusammengestellt. Von Giancarlos Baghetti über Lewis Hamilton bis Johnny Herbert.
von Raphaela Scheidl
Top-6: Die erfolgreichsten F1-Debüts: (01:28 Min.)

Beim Formel-1-Debüt gleich auf Platz eins fahren? Ja, ein Pilot hat das bisher geschafft. Aber auch ein paar Plätze am Podium waren dabei - wem das gelungen ist, das verraten wir auch in unserem Top-6-Ranking der besten Debüts in der Königsklasse.

Unser Ranking basiert auf den Platzierungen der Piloten bei ihrem ersten Rennen, bei Gleichstand wurde auf Basis von weiteren Kriterien wie Erfahrung, Alter oder Rennverlauf gereiht. Nicht berücksichtigt wurde der erste Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft 1950 in Silverstone, als alle Piloten Debütanten waren.

Giancarlo Baghetti (1.)

Baghetti gewann bei seinem Debüt in Frankreich - Foto: Sutton

Am 2. Juli 1961 fuhr Giancarlo Baghetti sein erstes Formel-1-Rennen. Der Italiener kam zum Großen Preis von Frankreich in Reims, stieg in seinen Ferrari und siegte. Ein einmaliger Erfolg, denn bis heute, hat das kein anderer Pilot bei seinem Debüt geschafft. Für Baghetti blieb dies übrigens sein erster und einziger Formel-1-Sieg. Der Italiener stand danach nie wieder auf dem Podium.

Jacques Villeneuve (2.)

Villeneuve (links) fuhr bei seinem Debüt in Melbourne 1996 auf Platz zwei - Foto: Sutton

Nachdem sich Jacques Villeneuve im Jahr 1995 zum IndyCar-Champion krönte, wechselte der Sohn von Gilles Villeneuve in die Formel 1 zu Williams. Und sein Debüt am 10. März 1996 erregte Aufmerksamkeit: Der Kanadier holte sich am Samstag bei seinem ersten Versuch die Pole Position, und fuhr am Sonntag nicht nur die schnellste Rennrunde im Albert Park ein, sondern schnappte sich auch Platz zwei - hinter Teamkollege Damon Hill. Villneuve fuhr danach noch 22 Mal auf das Podium.

Kevin Magnussen (2.)

Magnussen feierte bei seinem Debüt als Zweiter auf dem Podium - Foto: Sutton

Am 16. März 2014 feierte Kevin Magnussen sein Formel-1-Debüt mit McLaren in Australien. Der Däne überzeugte bei seinem ersten Rennen mit einer fehlerfreien Performance und fuhr so zuletzt ebenfalls auf Platz zwei. Dabei profitierte Magnussen jedoch von Daniel Ricciardos Disqualifikation, der ursprünglich auf dem zweiten Platz ins Ziel gekommen war. Magnussen feierte seinen Erfolg danach als erster Däne auf einem Formel-1-Podest, stand danach jedoch bis heute nie wieder auf dem Podium.

Lewis Hamilton (3.)

Hamilton beendete sein Debüt-Rennen in Australien auf Platz drei - Foto: Sutton

Am 18. März 2007 fuhr Lewis Hamilton seinen ersten Grand Prix in Australien. Einen Tag zuvor hatte sich der Brite, der für McLaren hinter dem Steuer saß, auf Platz vier qualifiziert. Am Renntag selbst lag der Rookie sogar kurz in Führung und fuhr damit auch vor seinem damaligen Teamkollegen Fernando Alonso. Die Ziellinie überquerte Hamilton schließlich jedoch als Dritter, hinter Kimi Räikkönen und Alonso. Bis heute stand der Brite 104 Mal auf dem Podium.

Jean Alesi (4.)

Alesi überzeugt bei seinem Debüt in Frankreich mit dem vierten Platz - Foto: Sutton

Unerwartet feierte Jean Alesi im Jahr 1989 seine Formel-1-Premiere für Tyrrell beim Grand Prix von Frankreich. Der Franzose ersetzte mitten in der Saison, beginnend mit dem Rennen in seiner Heimat, Michele Alboreto. Mit großem Ehrgeiz beeindruckte Alesi bei seinem Debüt mit einer Aufholjagd von Platz 16 bis auf Position vier. Der Franzose beendete danach noch 31 Mal ein Rennen auf dem Podium.

Johnny Herbert (4.)

Foto: Sutton

Während seinem Engagement in der Formel 3000 im Jahr 1988 verunfallte Johnny Herbert in Brands Hatch schwer, wobei er sich seine Füße brach. Ein durchaus ungünstiger Zeitpunkt, hatte der Brite doch bereits seinen Formel-1-Vertrag bei Benetton für die kommende unterzeichnet. Doch weder Schmerzen noch nicht vollständige Genesung hielten Herbert davon ab am Großen Preis von Brasilien am 26. März 1989 teilzunehmen. Während Herbert im Qualifying noch auf Platz zehn fuhr, kämpfte er sich mit seinem Benetton im Rennen selbst bis auf Platz vier nach vorne. Herbert beendete danach noch sechs weitere Male ein Rennen in den Top-3.


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