Formel 1

1. Freies Training: De la Rosa vor deutsch-österreichischem Trio

Nur auf zwei Inforunden bekamen die spanischen Fans ihren Lokalhelden zu sehen. Dennoch stand ein Spanier vorne.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Ohne die weißen Boliden von Jenson Button und Takuma Sato begann heute das Freie Training der Fernando Alonso Festspiele vor den Toren Barcelonas. Damit steht endgültig fest: B·A·R wird weder in Spanien noch in zwei Wochen in Monaco an den Start gehen. Für den Spanien GP bedeutet dies natürlich den Verlust zweier Favoriten. Schließlich konnten Button und Sato bei den letzten Barcelona-Tests Bestzeiten in den neuen Asphalt brennen.

Der Rundengeiz. Der geringen Fahraction in den ersten Minuten wirkte das Fahrverbot für die Weißen natürlich nicht gerade entgegen. Dennoch erlebten die spanischen Fans schon nach 25 Minuten die ersten Runden der Spitzenpiloten! Böse Zungen könnten behaupten, dass sogar B·A·R - zumindest am Freitag - nicht viel verpasst hat...

Die Zwischenfälle. Den ersten Ausfall der ersten Trainingsstunde markierte Toyota-Tester Ricardo Zonta, der gut 22 Minuten vor Trainingsende auf der Strecke stehen blieb. Einen der wenigen Ausritte verbuchte derweil der Niederländer Robert Doornbos in seinem Jordan für sich. In einem anderen Kiesbett grub derweil Christijan Albers wenige Minuten vor Tdem Ende seinen neuen Minardi Boliden ein.

Die Motoren. Schlechte Nachrichten für alle Williams-Fans: Nachdem an Nick Heidfelds Auslassventil ein Schaden festgestellt worden ist, wird der Mönchengladbacher das Rennwochenende mit einem neuen Motor angehen. Da Mark Webbers turnusgemäß gewechselter Motor die gleiche Spezifikation aufweist, wird dieser am Freitag nicht fahren und erst am Samstag mit einem eigens eingeflogenen neuen Teil ins Wochenende starten.

Die Reifen. An der Reifenfront lässt sich nach dem ersten freien Training wie üblich noch nichts sagen. Zumindest scheint es aber erneut keinen solch gravierenden Leistungsunterschied wie in Malaysia oder Bahrain zu geben.

Die Platzierungen. Die erste Bestzeit des Wochenende ding wie gewohnt an einen der McLaren-Testfahrer, der diesmal auf den Namen Pedro de la Rosa hört. Hinter ihm reihte sich ein deutschsprachiges Trio, bestehend aus Christian Klien, Nick Heidfeld und Michael Schumacher, vor Teamkollege Kimi Räikkönen und David Coulthard ein. Die Top10 komplettierten Ricardo Zonta, Tonio Liuzzi, Ralf Schumacher und Rückkehrer Juan Pablo Montoya. Außerhalb der Top10 landeten auf elf und zwölf die beiden Saubermänner Felipe Massa und Jacques Villeneuve.

Die Analyse. Auch wenn die Freitagszeiten, besonders jene der ersten Session, noch nicht auf die - B·A·R'sche - Goldwaage gelegt werden sollten, lässt sich von der ersten Zeitenliste des Spanien GP ein kleiner Aufwärtstrend bei Red Bull ablesen, die in Imola nicht bei der Musik dabei waren. Die Favoriten bleiben aber dennoch die üblichen Verdächtigen von Ferrari, McLaren und Renault - die heute wieder einmal dem Rundengeiz fröhnten.


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