Im Verlauf der Saison wurde deutlich, dass McLaren-Honda besonders auf langsamen und engen Kursen eine gute Leistung erbringen konnte. Genau das wird dem Team beim letzten Rennen der Saison entgegenkommen, denn der Yas Marina Circuit besitzt sechs sehr langsame Kurven und nur eine schnelle Kurve.

Alonso freut sich auf das Saisonfinale -
Alonso freut sich auf das Saisonfinale -Foto: Sutton

"Wir stimmen das Auto am Tag bei recht hohen Temperaturen ab, doch die Qualifikation und das Rennen sind bei deutlich niedrigeren Temperaturen am Abend. Das gesamte Verhalten der Reifen, also der Grip, die Balance und die Abnutzung, ändert sich dadurch", erklärte Technikdirektor Tim Goss. Dadurch ist auch das dritte Training nicht ganz so wichtig, wie auf anderen Strecken.

Fernando Alonso schwärmt von der Strecke beim Saisonfinale: "Es ist immer aufregend hier zu fahren, denn es ist einer der Kurse, bei denen sich die Charakteristik während der Runde ändert." Nach ein paar schwierigen Wochenenden hofft der Spanier, das Jahr mit einem guten Ergebnis zu beenden, bevor dann die Arbeit am nächstjährigen Auto in die entscheidende Phase geht.

"Yas Marina ist ein schwieriger Kurs mit vielen verschiedenen Elementen. Flüssige schnellere Kurvenkombinationen, zwei langen Geraden und einem langsamen Infield am Ende", beschreibt Jenson Button den Kurs. "Es ist eine Herausforderung für die Abstimmung, aber wir sind hoffnungsvoll, eine bessere Leistung als in Interlagos abzuliefern. Wir sind wie immer hochmotiviert."

McLaren: Abu Dhabi Bilanz

McLaren in Abu Dhabi: Der Traditionsrennstall hat bislang einen Sieg zu Buche stehen, errungen von Lewis Hamilton im Jahr 2011. Hinzu kommen ein zweiter Platz und zwei dritte Ränge.

Fernando Alonso in Abu Dhabi: Obwohl der Spanier zwei Mal Zweiter wurde, verbindet er mit Abu Dhabi vermutlich nicht die besten Erinnerungen: 2010 verlor Alonso den Kampf um den WM-Titel gegen Sebastian Vettel, weil er partout nicht an Vitaly Petrov vorbeikam und lediglich Siebter wurde, während Vettel gewann. Immerhin sah der Routinier bei allen seinen sechs Starts das Ziel.

Jenson Button in Abu Dhabi: Der britische Routinier verpasste wie Alonso nur einmal die Punkteränge. Insgesamt kann sich Buttons Bilanz durchaus sehen lassen: 2009, 2010 und 2011 wurde der Brite jeweils Dritter, 2012 verpasste er das Podium als Vierter nur knapp.

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: McLaren hat mit der Partnerschaft mit Honda hoch gepokert und vorerst verloren. Der vorletzte Platz in der Konstrukteurs-WM ist so gut wie sicher, nur noch ein Wunder könnte dem Team aus Woking helfen. Die Strecke in Abu Dhabi kommt dem Boliden dabei sogar etwas entgegen, da das Layout relativ langsam ist, sodass eine Position unter den letzten Punkteplätzen möglich ist. Lassen wir uns überraschen.(Manuel Schulz)