Formel 1

Grosjean in Gedanken in Paris - Herbe Enttäuschung für Lotus

Für die Lotus-Piloten verlief das Qualifying enttäuschend. Romain Grosjean dachte zudem an seine vom Terror erschütterte Heimat.
von Chris Lugert

Motorsport-Magazin.com - Das Qualifying in Brasilien war für Lotus eine einzige Enttäuschung. Sah es nach zwei Top-10-Platzierungen im dritten Training nach einem guten Tag für das Team aus Enstone aus, konnten Romain Grosjean und Pastor Maldonado diese Leistung in der Qualifikation nicht bestätigen. Der Franzose wurde 15. und landete damit direkt vor seinem venezolansichen Teamkollegen. Die Gedanken bei Grosjean lagen jedoch auch in Paris, wo es am Vorabend zu den schweren Anschlägen kam.

"Zu allererst sind meine Gedanken bei all jenen, die durch die Ereignisse in Paris betroffen sind. Ich habe dort für viele Jahre gelebt und habe viele Freunde dort, daher war ich sehr geschockt und traurig darüber, was passiert war", so Grosjean, der aktuell der einzige Stammpilot mit einer französischen Rennlizenz ist. Lotus gab zudem bekannt, an beiden Boliden am Sonntag mit der Aufschrift #PrayForParis anzutreten.

Romain Grosjean hatte keine Erklärung für seine schlechte Platzierung - Foto: Sutton

Über das Sportliche verlor er nicht allzu viele Worte. "Das Auto fühlte sich in Q1 noch ziemlich gut an, aber in Q2 war es ziemlich knifflig. Wir müssen schauen, was passiert ist, denn es war eine verpasste Gelegenheit für uns", stellte er enttäuscht fest.

Wir hatten erwartet, heute Nachmittag konkurrenzfähiger zu sein, aber leider waren wir es nicht.
Pastor Maldonado

Negativ überrascht war auch Teamkollege Pastor Maldonado. "Es war eine harte Session. Wir hatten erwartet, heute Nachmittag konkurrenzfähiger zu sein, aber leider waren wir es nicht", zeigte er sich ratlos. Dabei habe man verschiedene Setups ausprobiert, um vor allem das Heck zu stabilisieren. Doch geholfen hat es wenig. "Hoffentlich haben wir morgen eine bessere Pace und ein solides Rennen und können konkurrenzfähig sein", gibt er sich wenig optimistisch. Beide Fahrer profitieren zumindest von der Rückversetzung Daniel Ricciardos, wodurch sie je eine Startposition aufrücken.


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