Formel 1

Im dritten Anlauf anstelle Merhis - Offiziell: Leimer am Freitag im Cockpit

Aller guten Dinge sind drei: Fabio Leimer darf in Ungarn endlich seinen ersten Freitagseinsatz für Manor in Angriff nehmen.
von Heiko Stritzke

Motorsport-Magazin.com - Am schwierigsten Wochenende der Saison für das Manor Marussia F1 Team, das den Tod von Jules Bianchi verkraften muss, kommt Fabio Leimer endlich zu seinem lange erhofften Freitagstraining. Der 26-Jährige wird im 1. freien Training das Cockpit von Roberto Merhi übernehmen. Leimer gewann 2013 die GP2 Serie, fand aber in der Formel 1 kein Cockpit. Nach einem Jahr bei Rebellion Racing in der LMP1 der World Endurance Championship und einem Ausflug in die Formel E wurde der Schweizer Anfang Juni als Test- und Ersatzfahrer bei Manor für diese Saison verpflichtet.

Auf Umwegen: Leimer testete schon für Sauber... - Foto: Sutton

Doch es kam zu Verzögerungen: Ursprünglich hatten schweizerische Zeitungen Leimer schon für Österreich ins Cockpit gesetzt, aber die Möglichkeit materialisierte sich nicht, weil die nötigen Gelder nicht in der Zeit aufgebracht werden konnten. Den nächsten Anlauf gab es beim Großen Preis von Großbritannien. Doch auch in Silverstone fuhr Merhi am Freitagmorgen, obwohl ein Plan für Leimer eigentlich schon feststand.

...und Pirelli - Foto: Instagram

Nun hat Manor offiziell bekanntgegeben, dass der frühere Champion der mittlerweile eingestellten Formula Master in Ungarn zu seinem Debüt an einem GP-Wochenende kommen wird. Der 26-Jährige freut sich auf die Gelegenheit: "Ich freue mich sehr über die Entscheidung des Teams, an diesem so schwierigen Wochenende meine geplante FP1-Session in Angriff zu nehmen. Ich freue mich auf die Gelegenheit und hoffe, dass ich eine positive Ergänzung für das Programm am Wochenende sein werde."

Teamchef John Booth ist gespannt darauf, sich von den Fähigkeiten Leimers im Cockpit ein Bild machen zu können: "Fabio in einer FP1-Session zum Einsatz zu bringen ist eine geplante Gelegenheit, an der wir einige Zeitlang gearbeitet haben. Es war uns eine Freude, ihn über die letzten Rennen hinweg im Team willkommen zu heißen. Es wird interessant sein, sein Feedback zum Auto zu erhalten und seine Performance auszutesten."


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