Formel 1

Komme weiterhin gut mit ihm klar - Vettel nimmt Kritik von Ecclestone gelassen

Die Kritik von Bernie Ecclestone am Glamourfaktor von Nico Rosberg und Sebastian Vettel war enorm. Vettel jedoch lässt das ziemlich kalt.
von Chris Lugert

Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 ist für Bernie Ecclestone vor allem ein Geschäft, das sich gut verkaufen muss. Mehr als einmal bereits äußerte er seine Vorliebe für Fahrer wie Lewis Hamilton, die weltweit bekannt sind und Glanz und Gloria in die Formel 1 bringen. Von den deutschen Fahrern hält er dagegen weniger. Weder Nico Rosberg noch Sebastian Vettel seien Aushängeschilder für den Sport. Erst bekam der Mercedes-Pilot sein Fett in einem gemeinsamen (!) Doppel-Interview weg, im selben Atemzug kritisierte der 84-Jährige auch den viermaligen Weltmeister: "Sebastian macht auch nicht viel für die Formel 1. Die Leute erkennen ihn kaum auf der Straße."

Er ist alt genug, um zu sagen, was er will.
Sebastian Vettel

Nun äußerte sich auch Vettel selbst zu dem Thema. Er nimmt es relativ gelassen. "Er ist alt genug, um zu sagen, was er will. Ich komme weiterhin gut mit ihm klar", sagte Vettel gegenüber Autosport. "Er hat verschiedene Meinungen darüber, was gut ist. Aber mich beunruhigt das nicht", stellte der Deutsche klar.

Während sich ein Lewis Hamilton auf verschiedenen Gala-Veranstaltungen zeigt und sein Leben in sozialen Netzwerken mit seinen Followern teilt, lebt Vettel eher zurückgezogen. Ändern will er daran auch nichts. "Ich schaue auf mich selbst und versuche, den besten Job für mich und das Team zu leisten. Das hat die höchste Priorität. Deshalb bin ich hier", zeigt er klar auf, welche Dinge ihm wichtig sind.

Und diesen Job erledigen er und das Team momentan sehr gut. "Bisher läuft es besser als jeder erwartet hatte", sagte Vettel bei einem Sponsorentermin in Montreal. Für die Zukunft ist ihm nicht bange. "Wir haben gute Leute an Bord, wir haben das Wissen, aber wir brauchen noch etwas Zeit", so Vettel, der ergänzt: "Wie viel ist schwierig zu sagen. Aber wenn wir so weiter machen, bin ich zuversichtlich, dass wir Mercedes einholen können."

In Kanada bringt Ferrari ein Motoren-Update - Foto: Sutton

In Kanada setzten Ferrari und Honda erstmals in dieser Saison überarbeitete Motoren ein, für deren Weiterentwicklung eine gewisse Anzahl an Tokens verbraucht wurde. "Jeder hat die Möglichkeit, ein Update zu bringen und wir haben uns entschieden, es hier zu tun", so Vettel. Eine Leistungsexplosion erwartet er aber nicht. "Hoffentlich ist es ein Schritt in die richtige Richtung und bringt uns etwas näher heran, aber man kann von einem Tag auf den anderen keine Wunder erwarten", stapelt er tief.


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