Spätestens seit ihrem Sieg bei der Rallye Dakar im Jahre 2001 ist die Deutsche Jutta Kleinschmidt in der Motorsportwelt weltberühmt. Bevor am morgigen letzten Jahrestag 2004 die 27. Auflage der Dakar Rallye mit dem Prolog in Barcelona ihren Anfang nimmt, sprach die VW-Pilotin auch über die zunehmende Kommerzialisierung im (Marathon)-Rallyesport.

Kleinschmidt bedauert die Inflation an Dakar-Fanartikeln wie Krawatten oder Trinkbechern allerdings nicht. "Die Dinger muss doch niemand kaufen", stellt sie im Interview mit der Welt folgerichtig fest. "Außerdem finde ich es toll, dass es anders als in der Formel 1 keine Eintrittsgelder gibt und die Rallye hautnah verfolgt werden kann."

Apropos Formel 1: Würde sich die Rallye-Königin dort wohl fühlen? "Einen Test würde ich sofort machen", reagiert sie prompt. "Aber das wäre nicht mein Sport. Ich brauche die Mischung aus Abenteuer und Rennfahren. Ich bin mal die 24 Stunden auf dem Nürburgring gefahren und habe ein DTM-Auto ausprobiert. Das war nett, ist mir aber auf Dauer zu monoton. Ich bin ständig auf der Suche nach einer neuen Herausforderung."