Wie ein Lauffeuer verbreitete sich das Gerücht im Fahrerlager des Nürburgrings, Nico Hülkenberg habe seinen Vertrag bei Sauber aufgelöst. Der Deutsche soll sich wegen finanzieller Nöte des Traditionsrennstalls längst nach neuen Cockpits umsehen und hat dabei wohl einen genaueren Blick auf Lotus geworfen haben - dort ist Romain Grosjean nicht gänzlich unumstritten und Kimi Räikkönen könnte zu Red Bull abwandern. Nach seinem starken zehnten Rang im Qualifying, wollte sich Hülkenberg zu diesem Thema nicht äußern.

"Ich rede allgemein nicht über Vertragsangelegenheiten", so seine schlichte Antwort. Schon in Kanada kursierte das Gerücht, Sauber sei finanziell sehr stark angeschlagen, die Zukunft des Rennstalls stehe in den Sternen. Hülkenberg wollte bislang jedoch noch nicht viel von finanziellen Schwierigkeiten gemerkt haben. "Vielleicht sind ein paar Teile nicht so schnell an das Auto gekommen wie sonst, aber stagniert ist die Entwicklung nicht."

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Dass Sauber nicht mit Geld gesegnet ist, ist keine wirkliche Neuigkeit. So schlimm, wie es zuletzt in den Medien dargestellt wurde, ist es offenbar nicht. Dass Nico Hülkenberg seinen Vertrag schon aufgelöst haben soll, macht wenig Sinn. Zum einen gilt der Kontrakt ohnehin nur bis zum Ende des Jahres, zum anderen kann er im Fall der Fälle dank einer Ausstiegsklausel auch während der Saison zu einem Top-Team wechseln.

Dass Finanzen für die Auflösung verantwortlich sein sollen, macht ebenfalls wenig Sinn. Wie oft hätte er dann seinen Vertrag bei Force India auflösen müssen? Zudem gilt Lotus ebenfalls nicht als Finanz-Krösus der Formel 1, auch Räikkönen soll auf seine Bezahlung öfter mal warten müssen. (Christian Menath)