Mercedes fuhr der Konkurrenz im Qualifying erneut um die Ohren. Das Problem: Abgesehen vom Rennen in Monaco, das angesichts der Streckencharakteristik mehr oder weniger außer Konkurrenz läuft, wurden die Silberpfeile in der bisherigen Saison gnadenlos durchgereicht und konnten aus ihren guten Startpositionen kein Kapital schlagen. Geht es nach Mark Webber, der gemeinsam mit seinem Teamkollegen Sebastian Vettel aus Reihe zwei und damit direkt hinter der silbernen Phalanx startet, wird sich die Geschichte in Silverstone nicht wiederholen.
"Nicht wirklich", sagte der Australier angesprochen darauf, ob er erwarte, dass Lewis Hamilton und Nico Rosberg wieder einen rasanten Rückfall erleiden werden. "Das letzte Mal, dass sie auf einem Streckentyp wie diesem gefahren sind, war in Barcelona und damals wurden sie überrundet. Das wird nicht passieren", war der 36-Jährige sicher und konnte das Thema der letzten Wochen nicht außen vor lassen: "Ich denke, sie haben sich bei diesem Test sehr gut geschlagen, um ehrlich zu sein. Sie haben sich die Latte am Sonntag ein gutes Stück höher gelegt."
Die Balance stimmt
Webber versicherte jedoch, dass man bei Red Bull alles tun werde, um die Konkurrenz aus Stuttgart schlussendlich auszubremsen. "Wir erwarten nicht, dass sie morgen langsam sein werden", so seine Einschätzung. "Sie werden okay sein, aber wir werden sie sowohl bei den Stopps als auch während der Stints unter Druck setzen."
Webber lag schlussendlich gerade einmal neun Tausendstel hinter Vettel zurück und ist überzeugt, dass er zumindest seinen Stallgefährten abgefangen hätte, wäre ihm eine bessere Runde geglückt. "Ich hätte gerne ein besseres Finish gehabt", gab er sich selbstkritisch. "Es lag eine bessere Zeit drinnen, aber Nico wäre nur schwierig zu erwischen gewesen." Nichtsdestotrotz glaubt Webber, dass er im Grand Prix in der Lage sein wird, eine starke Leistung abzuliefern. "Das Auto läuft hier ziemlich gut ", frohlockte er. "Ich denke, wir haben eine gute Balance. Nicht die Auto-Balance, sondern die Balance zwischen Qualifying und Rennen, wie wir morgen herausfinden werden."

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