Nachdem Esteban Gutierrez zuletzt viel Kritik einstecken musste und seine Eignung für die Formel 1 bereits hinterfragt wurde, konnte der Mexikaner in Barcelona mit Platz elf sein bestes Karriereergebnis verbuchen und erzielte zudem die schnellste Runde des Rennens.

"Ich habe mich heute darauf fokussiert, das Maximum herauszuholen, und so ein Ergebnis zu erzielen ist ein wichtiger Schritt, für mich und für das Team", betonte der Sauber-Rookie, dem lediglich drei Zehntel zum letzten Punkterang fehlten. "Das Team war geduldig mit mir, hat mir die richtigen Werkzeuge zur Verfügung gestellt und mich immer gut unterstützt." Gutierrez war überrascht, wie viel er anfangs aus den Reifen herausholen konnte, die letzten beiden Stints stellten sich aber schon schwieriger dar. "Es ist wichtig, diese Tendenz beizubehalten und mich weiterzuentwickeln", betonte er. "Wir müssen in den nächsten Rennen so weitermachen."

Nico Hülkenberg kam nicht über den 15. Platz hinaus, obwohl der Deutsche lange Zeit auf Punktekurs lag, im Zuge eines Boxenstopps aber zu früh das Zeichen zum Losfahren erhielt, mit Jean-Eric Vergne kollidierte und daher mit einer Stop-and-Go-Strafe belegt wurde. "Wir wussten, dass es ein schwieriges Rennen werden wird. Der Start ist uns ganz gut gelungen und bis zu dem Vorfall in der Boxengasse sahen wir nicht so schlecht aus", sagte Hülkenberg. "Mitte des Rennens haben wir auf eine Vierstopp-Strategie gewechselt. Der Vorfall hat uns dann natürlich das Rennen kaputt gemacht, das Timing war nicht optimal, aber wir sind ein Team und müssen uns den Vorfall genau ansehen." Insgesamt sei der Bolide schwierig zu fahren gewesen, weswegen vor Sauber noch einige Hausaufgaben lägen, so Hülkenberg.