Eigentlich sollte Monza nur ein kleiner Ausrutscher auf einer ungewöhnlichen Strecke sein, deren High-Speed-Charakteristik sonst nirgends im Rennkalender zu finden ist. Mit Platz fünf sammelte Kimi Räikkönen sogar dort wichtige Punkte im Titelkampf und hielt damit seine WM-Chancen in Takt.

Doch auch in Singapur kommt Lotus nicht so gut zurecht wie noch gegen Ende der ersten Saisonhälfte. Zwar zeigten die schwarzen Renner am Samstag eine bessere Pace als am Freitag, aber wirklich überzeugen konnte im Qualifying nur Romain Grosjean, der Räikkönen deutlich schlug und ins Q3 einzog. Der Finne scheiterte als Zwölfter an dieser Hürde.

"Das Auto war heute viel besser als gestern", sagte Räikkönen. Der Grund war eine Setupveränderung des Teams über Nacht. "Wir waren schnell auf den gebrauchten Reifen, aber aus irgendeinem Grund hatte ich mit den neuen Reifen im Q2 keinen Grip und war dadurch etwas langsamer." Das kostete Räikkönen die Chance auf eine Top-10-Startposition.

Für seine Ingenieure steht also auch in der zweiten Nacht in Folge Datenstudium an. "Uns ist nicht ganz klar, warum das so war", schildert Chefingenieur Alan Permane. "Kimi war mit den angefahrenen Reifen in exzellenter Verfassung."

Aufgeben möchte der Finne trotz seines zwölften Startplatzes allerdings nicht. "Es ist nicht die Position, die wir uns vorgenommen hatten. Wir scheinen nicht den Speed der Spitzenfahrer zu haben, aber das Auto ist definitiv schneller als Platz zwölf." Im Rennen legen Lotus und der Finne üblicherweise noch einmal eine Schippe nach. Darauf muss der Iceman auch in Singapur setzen.