Nico Rosberg auf 1, Michael Schumacher auf 2 - wer Geld auf diese erste Startreihe beim Großen Preis von China gewettet hat, dürfte sich jetzt mit einem breiten Grinsen im Gesicht über eine ordentliche Auszahlung freuen. Auch bei Mercedes herrschte kollektives Lächeln nach Rosbergs Wahnsinnsrunde und Schumachers Aufstieg in die erste Startreihe dank Lewis Hamiltons Rückversetzung. Doch wie wertvoll ist die gute Ausgangslage, wenn es am Sonntag um die Punkte geht?

"Ich bin guter Dinge, dass es recht positiv läuft", wollte sich Schumacher nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. "Ob wir ganz vorne bleiben können oder nicht, lasse ich einmal dahin gestellt. Die Hoffnung stirbt zuletzt." Mut macht das Setup, welches Mercedes laut eigener Aussage wieder einmal aufs Rennen eingestellt hat. "Mein Ziel für das Rennen ist, dort zu bleiben, wo wir jetzt stehen", so Schumacher weiter. "Aber morgen ist eine andere Geschichte, selbst obwohl wir das Setup des Autos vor allem für das Rennen ausgerichtet haben."

Das hatte Mercedes auch in Australien und Malaysia, doch am Ende sprang lediglich ein WM-Zähler dabei heraus - einmal davon abgesehen, dass Pech eine nicht unwesentliche Rolle bei Rosberg und Schumacher spielte. "Ich gehe davon aus, dass wir hier bessere Resultate erzielen können als in den ersten beiden Rennen", war Schumacher angesichts der bislang mauen Punktelage sicher. "Obwohl wir uns heute in der bestmöglichen Position befinden, sehen wir uns für morgen mit Sicherheit noch nicht als Gewinner", warnte auch Norbert Haug.

"Bislang sahen unsere Long Runs mit viel Benzin an Bord sowie der Gebrauch der Reifen laut Pirelli nicht schlecht aus, deshalb werden wir morgen unser Bestes geben", so Haug weiter. Weiteren Grund zur Hoffnung gibt das Streckenlayout. "Die Strecke scheint uns hier etwas besser zu liegen und das ist auch der Grund, warum wir hier ganz vorn sein können", meinte Schumacher. "Jetzt sind wir da, freuen uns darüber und hoffen, dass wir auch dort bleiben.

Der 43-Jährige erklärt, warum er sich besonders auf den China GP 2012 freut: "Wenn man kein balanciertes Auto hat, ist Shanghai ein Albtraum und dieser Silberpfeil ist wahrscheinlich der erste, der hier gut zurecht kommt. Deshalb gefällt mir der Kurs dieses Jahr etwas besser im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren."